Drei Großbrände im Bereich der Kriminalpolizei-Inspektion FFB – Germering, Althegnenberg und Landkreis Dachau 

Vier Verletzte bei Großbränden und  1.200.000 Euro Sachschaden

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Szeneario des Großbrandes in Germering/Oberpfaffenhofen, wo ein Wohn-/Geschäftshaus niederbrannte. Auch ein geparkter Pkw  vor dem Anwesen wurde beschädigt. 

Germering/Althegnenberg –   Die KPI Fürstenfeldbruck ermittelt wegen drei Großbränden: Sieben Feuerwehren bekämpften am Samstagabend, 5. 4. 2014 gegen 21 Uhr den Brand eines Mehrfamilienhauses in Unterpfaffenhofen-Germering. Alle  18 Bewohner des Wohn- und Geschäftshauses konnten das brennende Gebäude noch verlassen, vier Bewohner mussten medizinisch behandelt werden. Brand-Ursache war  vermutlich ein Sicherungskasten. Sachschaden: Mindestens 500 000 Euro. In der Nacht zum 6. 4. brannte   gegen 2.36 Uhr eine Scheune in Althegnenberg nieder, 10 Feuerwehren waren im Einsatz. Im Landkreis Dachau wurde am Samstagabend ein landwirtschaftliches Neben-Gebäude bei einem Brand völlig zerstört.  

Rund  1.200.000 Euro Sachschaden sind das Fazit von drei Großbränden  an einem Wochenende im Bereich der Kriminalpolizei-Inspektion Fürstenfeldbruck.  Aus  Unterpfaffenhofen/Germering wurde am  Samstagabend  gegen 21.00 Uhr der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord der  Brand eines Mehrfamilienhauses in   gemeldet. Zur Brandbekämpfung rückten die Feuerwehren aus Unterpfaffenhofen, Germering, Fürstenfeldbruck, Puchheim-Ort, Puchheim-Bahnhof Geisenbrunn und Biburg und die Kreisbrandinspektion aus. Vor Ort waren die Rettungsdienste aus Germering, Gauting und der Notarzt Gauting. 

Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein Wohn- und Geschäftshaus mit insgesamt 18 Bewohnern. Alle 18 Bewohner der Obergeschosse konnten das Haus selbständig verlassen. Im Erdgeschoss des Anwesens befindet sich ein Ladengeschäft. Nach den bisherigen Feststellungen kam es vermutlich im dortigen Sicherungskasten zu einem Kurzschluss, der zuerst die Elektroinstallation in Brand setzte und der dann auf den Laden übergriff. Das Feuer wurde vom Ladeninhaber entdeckt, der sofort die Bewohner warnte und die Einsatzkräfte verständigte. 

Der nächtliche Brandschauplatz in Germering/Oberpfaffenhofen.

Der Ladeninhaber und zwei Hausbewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und mussten vom Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Eine weitere Bewohnerin wurde vom Rettungsdienst  mit Verdacht auf Herzinfakt in ein Münchener Krankenhaus eingeliefert. Durch das Feuer wurde der komplette Laden zerstört. Mehrere vor dem Anwesen geparkte Pkw wurden ebenfalls zerstört. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 500.000 Euro.    

 Bei der Brandbekämpfung waren 28 Feuerwehrleute der Feuerwehr Germering und insgesamt 110 Feuerwehrleute eingesetzt. Kurz danach hatte die Feuerwehr Germering ihren nächsten Einsatz in der Winterstraße, wo Gegenstände auf einer Terrasse in Brand geraten waren. Diese wurden unter schwerem Atemschutz mit einem Kleinlöschgerät abgelöscht und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, teilte die Pressestelle der Feuerwehr Germering mit. 

 

Ein weiterer Brandfall ereignete sich in Altenhegnenberg, Lkrs. Fürstenfeldbruck. Ein Anwohner verständigte in der Nacht zum 6. 4. gegen 02.36 Uhr die Integrierte Leitstelle in Fürstenfeldbruck und teilte den Brand einer Scheune  mit. Trotz des massiven Löscheinsatzes von insgesamt 10 Feuerwehren aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Aichach-Friedberg  brannte die Scheune eines Anwesens  völlig nieder. 

Die beiden Bewohner des daneben stehenden Wohnhauses konnten das Grundstück unverletzt verlassen. Die ehemalige Scheune wurde zuletzt unter anderem als Garage genutzt. Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache aufgenommen. Die Brandursache ist bislang völlig unklar. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung vor. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 200.000 Euro.

Auch in  Altomünster, Lkrs. Dachau, ermittelt die KPI Fürstenfeldbruck. Dort mussten  mussten Polizei und Polizei und Feuerwehr am Samstagabend ebenfalls zu einem Großeinsatz  ausrücken. Ein vorbeifahrender Autofahrer hatte gegen 22.48 Uhr in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Altomünster, Lkrs. Dachau,  ein Gebäude brennen sehen  und die Polizei verständigt.  Bei dem Gebäude handelt es sich um einen größeren Unterstand, in dem neben Düngemittel auch landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge untergebracht waren. Zur Brandbekämpfung waren insgesamt 15 Feuerwehren aus Altomünster,  Dachau und dem Landkreis eingesetzt. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere nahe liegende Gebäude des Anwesens und das Wohnhaus konnte durch den massiven Einsatz der eingesetzten Feuerwehren verhindert werden.

 Der Unterstand wurde durch das Feuer völlig zerstört. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 500.000 Euro. Die Brandursache ist noch völlig unklar. In allen drei  Fällen hat die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck die Ermittlungen aufgenommen.

Polizeiauto bespuckt 

Die Polizei-Inspektion Fürstenfeldbruck und ihre Beamten erlebten nach dem Einsatz in  der Germeringer Hartstraße  noch eine äußerst befremdliche  Reaktion der  Gaffer/Schaulustigen – das Polizei-Auto wurde bespuckt und mit Auswurf verklebt. 

1. Polizeihauptkommissar Michael Fischer im Polizeibericht vom 7. 4. 2014: " Seltsamer Dank für Helfer:  An Katastrophentouristen und Unfallgaffer, die den Hilfskräften die Arbeit erschweren,  hat man sich ja fast schon gewöhnt. Eine besondere Art von "Dankbarkeit" durften zwei Brucker Polizeibeamte letzten Samstag beim Großbrand in der Germeringer Hartstraße erfahren. Die beiden Polizisten hörten per Funk von dem Großbrand, setzten das Blaulicht auf ihren zivilen Dienstwagen, eilten nach Germering und waren mit als erste Hilfskräfte vor Ort. Hausbewohner evakuieren, Suche nach Brandopfern, Versorgung von Verletzten und Unterstützung bei der Suche nach Notunterkünften standen auf dem Programm. Der Streifenwagen hingegen stand einige Meter vom Brandhaus entfernt, dort wo eben die Sensationslüsternen guckten und Handyfilmchen machten.  Als die beiden Beamten nach dem Einsatz, mit dem guten Gefühl, dass niemand ernsthaft verletzt worden war,  zu ihrem Streifenwagen kamen, durften sie den Lohn für ihren Hilfseinsatz sehen. Das Fahrzeug war über und über bespuckt und mit eckligem Auswurf verklebt. Einige Schaulustige wollten so wohl ihre „Dankbarkeit“ für die Hilfskräfte zeigen. Dürfen Polizei, Feuerwehr und Sanitäter bald froh sein, wenn nach Einsatzende die Fahrzeuge noch heil sind und noch alle Reifen dran sind? So jedenfalls macht Hilfe für Bürger in Lebensgefahr wirklich "Spaß."     

 

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