Großrazzia gegen mutmaßliche Kokainhändler der kalabrischen Mafia - Auch Fürstenfeldbruck im Visier - 340 Polizeibeamte am 29. März im Einsatz - D ...

Seit Frühjahr 2009 führt die KPI (Z) des Polizeipräsidiums Oberbayern unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren gegen eine aus Kalabrien stammende Personengruppe wegen des Verdachtes des bandenmäßigen Kokainhandels. Unter Führung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord durchsuchten rund 340 Polizeibeamte ca. 75 Objekte im Raum München, Erding, Fürstenfeldbruck und Augsburg. Durchsucht wurden Wohnräume, Büros und Lokalitäten wie Restaurants, Pizzerien, Bistros und Cafes. Ziel der Durchsuchungs- und Festnahmeaktion war es, die Haftbefehle zu vollziehen, weitere Beweismittel aufzufinden und sicherzustellen und durch Vernehmungen neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass durch Kurierfahrten regelmäßig mehrere Kilogramm Kokain von Italien nach Deutschland eingeführt und anschließend an Großabnehmer, überwiegend Gaststättenbetreiber im Raum München und Oberbayern verteilt wurde. Von hier aus erfolgte die Abgabe der Droge an die Endkonsumenten. Nach dem sechsfachen Mord in Duisburg im August 2007, wurden auch in Oberbayern Erhebungen nach hier ansässigen Mitgliedern des Ndrangheta-Clans geführt und die „Ermittlungsgruppe NiO“ eingerichtet. Es erhärtete sich der Verdacht des illegalen Kokainhandels vorwiegend von Kalabrien nach Bayern. Konkrete Beschuldigte sind derzeit 18, zumeist italienische Staatsangehörige im Alter von 22 bis 54 Jahren. Gegen 11 liegen Haftbefehle vor, die im Laufe des Vormittages des 29. 3. vollzogen werden konnten. Die Oberbayerischen Kriminalbeamten wurden unterstützt von Kräften der Kriminalpolizei München und Augsburg sowie der Bereitschaftspolizei Dachau.

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