Grünes Zentrum Puch - Kompetenzzentrum für Land- und Forstwirtschaft - Richtfest

Vor dem Rohbau ihrer neuen Schule stellten sich die Studierenden mit Landrat Thomas Karmasin (Mitte) und ihrem Schulleiter Alois Pfluger (re.) für ein Erinnerungsfoto auf. Foto: Dieter Metzler

Mit dem Bau des „Grünen Zentrums“ als Gemeinschaftsprojekt des Landkreises, des Freistaates und des Bauernverbandes entstehe in Puch ein modernes Kompetenzzentrum rund um die Land- und Forstwirtschaft, das nicht nur einmalig in Bayern sei und Vorbildfunktion habe, sondern auch den Standort auf Dauer sichere, verkündete der erste Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet beim Richtfest am 28. Oktober.

Das neue Gebäude der Landwirtschaftsschule als Teil des „Grünen Zentrums“ fungiert als zentraler Sammelpunkt für die landwirtschaftliche Bildung der Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau und Landsberg. In den neuen Räumen findet nicht nur die Ausbildung zum Landwirt/in bzw. zum Hauswirtschafter/in statt, sondern es werden auch Bildungskurse für die landwirtschaftliche berufliche Fort- und Weiterbildung durchgeführt, informierte Bocklet. Von nur 20 Schülern, wie beim Spatenstich im Mai von den Medien berichtet, könne nicht die Rede, sein, so der Landtagsabgeordnete. Übers Jahr verteilt werden weit über 500 Teilnehmer die Bildungseinrichtung besuchen. Das Schulgebäude soll im Juni 2011 eingeweiht werden. Mit dem Bau der Maschinenhalle wurde bereits begonnen. Auch die Finanzierung für die weiteren Gebäude des „Grünen Zentrums“ sei gesichert, verkündete Bocklet. Der Freistaat werde seinen Anteil zum „Grünen Zentrum“ beitragen. Spätestens im Herbst 2011 soll mit dem Bau der übrigen Gebäude begonnen werden. Auch Landrat Thomas Karmasin wies in seiner Rede die Kritik zurück. Man könne die Bildungsstätte nicht mit den anderen 16 Schulen im Landkreis auf eine Stufe stellen. Karmasin dankte den Firmen und Handwerkern, dass nach nur 117 Tagen, zeitgerecht das Richtfest gefeiert werden konnte. Dies sei nur möglich gewesen, weil sich alle Mitwirkenden zur Realisierung eines gemeinsamen „Grünen Zentrums“ mit großem Engagement eingesetzt haben, so Karmasin, der allen Beteiligten dafür dankte. Auch die Entscheidung, auf dem Dach der Schule eine Photovoltaikanlage zu errichten, sei richtig, so der Landrat. Nicht nur, dass die Anlage bei einer Laufzeit von 21 Jahren dem Kreis einen Ertrag von 28.000 Euro erwirtschafte, sondern damit werde der Landkreis auch seiner Vorbildfunktion gerecht. Als Agenda-Landkreis mit dem Ziel, sich bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent aus regenerativen Energien zu versorgen, gehe man damit mit gutem Beispiel voran. Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer, der selbst vor 46 Jahren die Schulbank der Landwirtschaftsschule drückte, lobte ebenfalls die Entscheidung des Kreistags, der sich nicht ins „Bockshorn“ jagen ließ und trotz der Kritik am Bau der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Landwirtschaftsschule festhielt. Für die Pucher Feuerwehr, die aus ihrem Gebäude weichen muss, „werden wir eine andere Lösung finden“, versprach Kellerer, der die neue Landwirtschaftsschule als eine zukunftsweisende Einrichtung bezeichnete. Der Schulbetrieb im neuen Gebäude soll zum Beginn des Schuljahres 2011/12 aufgenommen werden. Die Gesamtfertigstellung des „Grünen Zentrums“ ist für 2014 geplant. Das Bauwerk kostet mit dem Grunderwerb rd. 4,5 Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Zukunftsinvestitionsgesetz im Rahmen des Konjunkturpakets zwei mit max. 75 Prozent (höchstens 2,63 Mio. Euro) gefördert. Vor dem Richtspruch von Zimmerermeister Hermann Reugler besichtigten 42 Studierende des ersten und des dritten Semesters der Landwirtschaftsschule den Rohbau ihrer künftigen Lehrstätte. Einhellige Meinung der Lehrkräfte und Studierenden: „Wir freuen uns schon darauf – weil der Unterricht künftig noch mehr von der Praxis begleitet wird.“

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