Grünes Zentrum Puch nimmt Gestalt an - Information über den aktuellen Entwicklungsstand

Schon in seiner Zeit als Landwirtschaftsminister des Freistaats hatte der heutige 1. Vizepräsident des bayerischen Landtags Reinhold Bocklet das Projekt einer umfassenden Vorzeigeeinrichtung zur Land- und Forstwirtschaft mit Versuchsgut in Puch im Auge. Als Zugewinn für den Landkreis und weit darüber hinaus.

Jetzt stehen als erstes Notartermine im März/April zu den erfassten Grundstücken/Flächen aus bayerischem Staatsbesitz an, ebenso am 5. Mai 2010 eine verabschiedende Haushaltsberatung im bayerischen Landtag zum finanziellen Rahmen des Gesamtprojekts. Doch, da ist sich MdL Bocklet sicher, dass die Angelegenheit durchgewunken wird. Immerhin steht ein Gesamtetat von rund 14 Millionen Euro zur Debatte, wovon 9,2 Millionen auf den Freistaat, 3,4 Millionen auf den Landkreis FFB (mit 2,6 Mio staatlicher Förderung) und 1,2 Millionen auf den Bayer. Bauernverband entfallen. Reinhold Bocklet sieht das Zustandekommen des Projekts als „eine tolle Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten, denn schließlich haben wir es mit drei Bauherren aus Freistaat, Landkreis und Bauernverband zu tun, was ja nicht einfach ist.“ Erstmals würden viele Interessen in einem einzigen Grünen Zentrum in Bayern gebündelt - und auch die von Imkern berücksichtigt. „Und sogar die Großbauern aus Dachau stehen der Sache hier bei uns positiv gegenüber“, ergänzte Bauernverbands-Kreisobmann Johann Drexl. Auf dem Areal des Pucher staatlichen Versuchsgut von knapp 90 Hektar entstehen konzentriert zahlreiche Neueinrichtungen, so zum Landwirtschafts- und Forstamt, als Landwirtschaftsschule (mit Hauswirtschaft) und Maschinenhalle (für den Maschinenring), Verwaltungsgebäude für Bauernverband und Landesanstalt sowie weitere bäuerliche Einrichtungen. Einschließlich Schulbetrieb werden hier etwa 100 Menschen tätig sein. Für den Schulbetrieb sieht man schon jetzt gesichert eine Auslastung mit 60 Schüler/innen für die nächsten fünf Jahre. Womit die Frage „Habt Ihr soviel landwirtschaftliche Schüler? Macht das Sinn?“ beantwortet wäre. Im ersten baulichen Schritt wird die neue Maschinenhalle im Sommer bis Herbst 2010 errichtet. Im Winter 2010/11 erfolgt der Abriß aller bisheriger, alter Gebäudeteile. Die Neubauten zur Landwirtschaftsschule und den übrigen Einrichtungen erfolgen ab 2011 und sollen in 2012 abgeschlossen sein. Da die vom Landkreis getragene Schule in die staatliche Förderung nach Konjunkturprogramm II fällt, muß sie baulich bis Ende 2011 abgerechnet sein, was Zeitdruck bedeutet. Dennoch: „Der Zeitplan ist zwar knapp, kann aber eingehalten werden.“ Wenn auch das Tauziehen um den Grundpreis für die so genannte ‚Zwetschgenwiese’ mit dem Immobilienvermarkter des Freistaats noch nicht beendet ist, dürften die Bauplanungen von dieser Ungeklärtheit nicht beeinflusst sein. Diese Wiese, an der auch künftig der Maibaum steht, soll nach dem Willen der Projektbeteiligten Gründland bleiben, keinen Baugrund liefern und für alle Pucher den weiterhin freien Blick zum Kloster Fürstenfeld ermöglichen. Ungeklärt ferner der Standort zum Einzug des Feuerwehrlöschzugs ins Grüne Zentrum. Die hierfür angebotene Maschinenhalle ist nicht im Sinne der Floriansjünger, die ein eigenes Gebäude möchten. 2. Bgm. Hans Schilling mochte sich hierzu, da Gespräche mit der Stadt anstehen, noch nicht verbindlich äußern. Für eine verträgliche verkehrsmäßige Pucher Anbindung des Grünen Zentrums an die B2 bzw. Staatsstraße 2054 sieht er keine auffälligen Hindernisse. Gerhard Breier, leitender Baudirektor am Staatlichen Bauamt Freising, erläuterte die mitgebrachten Baupläne zum gesamten Projekt zwischen der Kaiser-Ludwig-Straße und dem Kaiseranger, in dem auch abschließend Parkplätze in ausreichender Anzahl vorgesehen sind. Ein nachdrückliches Lob von MdL Reinhold Bocklet galt dem anwesenden Ministerialdirektor und Amtschef Josef Huber vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Landkreisbürger in Neu-Esting: „Ohne seinen Einsatz wäre das so nicht gelaufen, wäre das Projekt nicht in die Förderung gekommen.“ Josef Huber steht ganz kurz vor seiner Pensionierung und sieht im Grünen Zentrum für sich selbst eine besondere Verwirklichung. Bei dieser Gelegenheit wünschte sich Landrat Thomas Karmasin angesichts der Haushaltslöcher auch einen im Landkreis ansässigen Ministerialdirektor - am liebsten aus dem bayerischen Finanzministerium.

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