Gruppe artIG und GröbenExen erneut im künstlerischen Zweigespräch - Ausstellung bis 18. Juni

Kontrastiert von den Lesungen der GröbenExen zwischendurch bekamen die Bilder und Objekte der Interessengruppe art (artIG) zum gleichen Thema ‚Kontraste’ eine besondere Note im Kundenzentrum der Brucker Sparkasse. Daran beteiligten sich acht Mitglieder der Künstlergruppe. Insgesamt ein lebhaftes Bild.

Die Verknüpfung mit der inzwischen arivierten Autorengruppe hat sich nach dem gelungenen Erstversuch in 2008 erneut als sinnvoll und anregend angeboten: Die im Bildhaften aufgebauten Spannungen wurden von den GröbenExen literarisch aufgegriffen und umgesetzt. Dr. Peter Harwalik, Vorstandsmitglied der Sparkasse, lobte in seinen Begrüßungsworten: „Die GröbenExen sind bekannt für ihr experimentelles Schreiben und ich freue mich schon jetzt darauf, ihre Texte zu hören …“ Das konnte er auch, denn es handelte sich um öffentliche Erstlesungen. Das „Kontraste“ eine Bereicherung sein können, fand schon der dt. Dichterfürst J.W. von Goethe: „Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.“ Und noch zwei weitere Zitate aus berufenem Munde beschäftigten die Kontrast-Überlegungen von Dr. Harwalik. Zum einen von Vincenz van Gogh, einem der Mitbegründer der modernen Malerei: „Es sind Harmonien und Kontraste in den Farben verborgen, die ganz von selbst zusammenwirken.“ Und vom dt.-schweiz. Maler Paul Klee erfuhr man über die Kunstziele ganz allgemein: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder sondern macht sichtbar.“ Sichtbar an diesem Abend auch und für die Ausstellungslaufzeit bis zum 18. Juni die kleinen Tonarbeiten (bemalt oder glasiert) von Marianne Ganea, wobei sie die Figuren in Gebärde und Körpersprache personifizierte: „Freunde“, „Bösewicht“, „Unschuld“ oder „Spuren der Jahre“. Ilse Greif setzt entsprechend dem Grundthema das schon etwas ältere Bildsujet „Männlich - Weiblich“ (Öl/Pigmente) gegen eine neue weibliche Stärke in „Kraft!“ Cornelia Hauser hinterfragt in ihren z.T. klein-formatigen Bildern vieldeutiger mit „Wohin geht der Weg?“ oder mit „Dazwischen. Zwischen ankommen und weggehen.“ Die Rosen-Motive I und II in Öl sind der „Hommage an Cy Twombly“ gewidmet. Hans Machnitzke lässt in seiner Bild-Gruppierung (alle Acryl und aus 2010) „Totholz und Frühling“ (2teilig) nebeneinander existieren, aber auch drohende Gefahren auflauern: „Die Nager kommen“. Er ermöglicht, dass der „Eisblock brennt“. Fröhlich macht sein kleines Mädchen, dass in „first lipstick“ den Lippenstift ausprobiert. Kerstin Müller gestaltete vier abstrakte Großformate in Mischtechnik als „Ohne Titel I-IV“, wobei sie jede auffällige Farbgebung vermied. Karin Pareigis sieht es in ihren Aquarellen humorvoll-locker bei ihren Gegenwartsbetrachtungen: In „Was gibt’s Neues in Midland/Texas?“ oder bei „modern times“. Ein kleines Format wie „Aussicht“ zeigt eine ganz andere, behutsam gestaltete Abendstimmung. In „Licht und Schatten“ kombiniert Günter Purrmann mit Pastellfarben bemerkenswert homogen im Stil der 20er Jahre ‚Person und Umfeld’. Anna Reindl wählte als Vorlage für ihr auffälliges Motiv „Entspannung“ in Mischtechnik ein Foto von Norbert Kricke. „Kontraste“, Ausstellung der Interessengruppe art (artIG) auf der Galerie im Kundenzentrum der Sparkasse FFB, Hauptstraße, bis zum 18. Juni während der Geschäftszeiten.

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