Veranstaltungsreihe "Werte machen stark" 

"Werte in der Familie vorleben"  fordert Staatssekretär Sibler 

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Von Pädagogen und Experten wurde das neue Handbuch präsentiert – unter anderem von Kultus- und Sportstaatssekretär Bernd Sibler (l.), Schulleiterin Beate Sitek (4.v.l.) und dem ersten Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet (r.).-

Olching – "Entscheidend ist, Werte vorzuleben." Das gilt  nach der Meinung von Bayerns Kultus- und Sportsstaatssekretär Bernd Sibler zuerst für die Familie, Kindergarten und Schule seien in dieser Beziehung die zweite Instanz. Sibler sprach zur Eröffnung der mehrteiligen Veranstaltungsreihe "Werte machen stark" am Gymnasium in Olching. 

  „An unseren Schulen in Bayern erlernen die Schülerinnen und Schüler Werte und leben sie auch anderen im Alltag vor. Sie sind daher nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte.“ Schulleiterin Beate Schulleiterin Beate Sitek wies darauf hin, dass Worte wie „Werte und Respekt“ in manch jugendlichem Ohr uncool klingen. Doch angesichts von Erscheinungen wie bewusstem Ausgrenzen oder fehlende Leistungsbereitschaft sei Wertebildung umso wichtiger. Zudem müsse man sich wieder stärker bewusst machen, was innerhalb einer Schulfamilie geleistet werde – vom Lehrerpersonal bis hin zum Hausmeister.Darauf ging auch Kultus- und Sportstaatssekretär Bernd Sibler ein. Der Umgang der Schulfamilie untereinander könne ebenso Vorbild sein.

Freundlichkeit und Achtsamkeit seien da von Bedeutung. „Und nicht Wegschauen bei schwächeren Schülern, sondern sie in der Gemeinschaft mitnehmen“, mahnte Sibler. Gleichzeitig dürfe man Werte nicht verbissen vorleben, sondern mit einer gewissen Lockerheit. „Dann kommt die Vermittlung auch besser bei den Jugendlichen an“, sagte Sibler. Allein schon aus diesem Grund sei es wichtig, das Thema „Werte“ immer wieder neu und immer wieder aktualisiert aufzulegen.Eine Fachgruppe, die das Handbuch „Werte bilden - Impulse zur werteorientierten Schulentwicklung“ in jahrelanger Arbeit verfasst hatte, stellte die Grundlagen dieses Werks vor. Es soll als eine Art Handbuch den Schulen die Arbeit in Sachen Werteentwicklung an die Hand gegeben werden.

Schüler der sechsten, achten und elften Klasse erläuterten schließlich zusammen mit Projektbetreuerin Ute Schmid-Prior den zahlreichen Gästen in der Bibliothek des Gymnasiums die praktische Umsetzung. So gingen Elftklässler in die siebten Klassen, um dort im Rahmen eines „Projektes Rechtsradikalismus“ den jüngeren Schülern das Thema nahe zu bringen. Weitere ähnliche Termine finden zwischen Januar und April 2013 in vier weiteren Schulen im Freistaat statt – in Landau, Aichach, Bayreuth und Kitzingen. Diese Reihe ist eingegliedert in die Initiative „Werte machen stark“. Diese Initiative wurde und wird unterstützt von der Bayerischen Staatregierung. Aber auch Prominente wie der Fußballprofi Philipp Lahm, der Herzchirurg Professor Bruno Reichardt, Peter Maffay und Herzog Franz von Bayern machten sich für die Initiative stark.
Hans Kürzl 
Autor: Ha

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