18 Hauptstadt-Journalisten besuchten den Wahlkreis von Gerda Hasselfeldt – Flaggschiff ESG in Fürstenfeldbruck vorgestellt

Die CSU Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt besuchte mit Hauptstadt-Journalisten die Zentrale des ESG-Unternehmens im Brucker Westen, wo sie vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Gerhard Schempp begrüßt wurden.

Nach dem Motto „Politik nicht am Schreibtisch“ lud die CSU-Landesgruppenvorsitzende im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt, 18 Hauptstadt-Journalisten zu einer Reise in ihren Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau ein. Neben der Diskussion über die aktuelle politische Lage und die Perspektiven mit Blick auf die zweite Halbzeit der christlich-liberalen Koalition zählten u. a. ein Gespräch mit Pater Valentin Ziegler vom Kloster Andechs, der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau mit anschließendem Gespräch mit Dr. Max Mannheimer, ein Treffen im Dachauer Schloss mit dem ehemaligen Bundesminister Dr. Theo Waigel sowie der Besuch der Elektroniksystem- und Logistik-GmbH (ESG) in Fürstenfeldbruck zu den Höhepunkten der dreitägigen Reise.

Bevor die Journalisten einige technische Einrichtungen bei einem Gang durch das Unternehmen im Brucker Westen besichtigten, begründete der Vorsitzende der Geschäftsführung, Gerhard Schempp, zunächst den vor vier Jahren erfolgten Umzug der Firmenzentrale von München nach Fürstenfeldbruck. „Wir konnten uns München - salopp gesagt - einfach nicht mehr leisten“, so Schempp. Man habe beim Kampf um die besten Mitarbeiter stets das Nachsehen gehabt. Mit Fürstenfeldbruck habe man als eines der führenden System- und Software-Unternehmen Deutschlands einen unschlagbaren Standort gefunden. Hier fand man eine gute Infrastruktur vor und die Nähe der Uni Augsburg sowie der Fachhochschule in Kempten „hat uns massiv weiter geholfen“, sagte Schempp, der der Stadt und Gerda Hasselfeldt für ihre Unterstützung dankbar ist. „Wir haben nur einen Fehler gemacht, wir haben zu klein gebaut“, meinte Schempp. Doch inzwischen habe man mit einem zweistöckigen Neubau, in dem weitere Labore und Teile des Technologiezentrums untergebracht wurden, das Gebäude erweitert und dadurch ca. 70 neue Arbeitsplätze geschaffen. Weltweit beschäftigt ESG ca. 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Landkreis Fürstenfeldbruck zählt das Unternehmen mit über 650 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern und Gewerbesteuerzahlern. Im Jahre 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rd. 240 Millionen Euro. Die Wirtschaftskrise habe dem Unternehmen nicht geschadet, teilte Schempp mit, was letztlich auch mit der Neuausrichtung der Bundeswehr zusammenhänge. Durch die Auslandseinsätze sind auf die wehrtechnische Industrie neue Herausforderungen zugekommen. Etwa 60 Prozent der Produkte und Dienstleistungen der ESG entfallen auf den militärischen und 40 Prozent auf den zivilen Bereich. Die Firmenstrategie bezeichnete Schempp als denkbar einfach. „Wir bedienen eigentlich nur zwei Kompetenzen – Elektronik und Logistik“, stapelte der Leiter der Geschäftsführung ein wenig tief. Die Journalisten erfuhren, dass die ESG auf die Entwicklung und Integration von Software spezialisiert ist, die sich in Kampfflugzeugen, Hubschraubern, Flugabwehrsystemen, Panzern und Fregatten wiederfindet. Auch in Polizeihubschraubern, LKWs und Autos fast aller namhaften Automobilhersteller befindet sich Software, die von ESG entwickelt wird. Als das Unternehmen Ende der 90ziger Jahre den Schritt von der Verteidigung und Sicherheit in die Autoindustrie unternahm, „hat uns das begeistert und noch wettbewerbsfähiger gemacht“, sagte Schempp. Auf dem Gebiet der Elektromobilität hat die ESG beispielsweise für ein Forschungsfahrzeug das Energiemanagement entworfen, mit dem nahezu die verlustfreie Verwertung der Solarenergie möglich ist. Die Entwicklung der Elektroautos bedeute ein Sprung in die Zukunft. Wenn Software zum Ersatzteil werde, werde man zu einer neuen Art von Zulieferer.

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