"Individuen, Familien und Gemeinschaften - stark durch Hauswirtschaft" 

Welttag der Hauswirtschaft 2014 in Puch 

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Ministerialrätin Gisela Miethaner (StMELF) eröffnete den Welthauswirtschaftstag in Puch vor einem Fachpublikum

Fürstenfeldbruck-Puch -  Der Internationale Verband für Hauswirtschaft (IVHW) feierte am Dienstag, 18. 3.  im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der Kaiser-Ludwig-Straße 8a in Puch bei Fürstenfeldbruck den Welthauswirtschaftstag 2014. Als zuständige Stelle für die Berufsbildung "Hauswirtschaft" veranstaltete das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Fortbildungstagung zum Zukunftsfeld Hauswirtschaft "Ideen-Chancen-Zukunft".

 

Zahlreiche Fachkräfte der Hauswirtschaft, Ausbilder/Innen, Lehrkräfte sowie Interessierte am Berufsfeld Hauswirtschaft aus ganz Deutschland nahmen an der Tagung teil. Ministerialrätin Gisela Miethaner vom StMELF betonte in ihrer Begrüßungsrede, dass die Nachfrage nach haushaltsnahen und personenbezogenen Dienstleistungen aufgrund der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen steige. Es gehe darum, die Berufsbildung in der Hauswirtschaft zu optimieren und junge Menschen für dieses wichtige Berugfsfeld zu begeistern. "Hauswirtschaft bewegt Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Außerdem ist es Lifestyle", so Gisela Miethaner. Die Fortbildungstagung sei ein gutes Forum, um sich zu informieren, Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Beim Vortrag von Prof. Dr. Maria Pia Chirinos (Uni Piura in Peru) mit dem Titel "Das Haus des Odysseus" (I), stellte die Referentin an der epischen Gestalt Odysseus (8. Jhd. vor Chr.), die Bedeutung dar, die das Zuhause für den Menschen hat: Es ist der Ort, an dem der Einzelne leben kann, weil seine leiblichen und seelischen Bedürfnisse gestillt werden. Die Arbeit im Haus hat einen hohen Wert, weil sie der Schwäche und Bedürftigkeit des Menschen entgegenkommt und ihr gerecht wird. In der Antike verdeutlichte sich dieser hohe Stellenwert besonders in der Gastfreundschaft, die jedem Fremden galt und den Respekt ihm gegenüber als Person zur Geltung brachte. 

Beim zweiten Teil des Vortrags "Das Zuhause als Wiege der Menschlichkeit" beleuchtet Prof. Dr. Chirinos die geschichtliche und philosophische Entwicklung des Menschenbildes. Sowohl Pflege als auch Nahrungszubereitung sind kulturelle, weil menschliche Werte. Ein gutes Zuhause, in dem man sich anerkannt und geliebt weiß, gibt jedem Menschen den Rückhalt, den er braucht, um leben und bestehen zu können. Nach der Mittagspause fanden Gesprächsrunden mit Ausbilderinnen unter dem Aspekt "Junge Menschen gewinnen für die Hauswirtschaft" statt. Hinsichtlich innovativer Projekte in der Seniorenarbeit stellte Sabine Wenng von der Koordinationsstelle Wohnen im Alter das Quartierskonzept mit hauswirtschaftlichen Komponenten vor. Dieses zielt darauf ab, einen sozialen Nahraum wie z.B. ein Dorf, eine Gemeinde, ein Stadtteil etc. so zu gestalten, dass auch ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können. Nach der Podiumsdiskussion mit allen Referenten, verabschiedete sich Dr. Barbara Schellenberger von der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft Köln, mit abrundenden Schlussworten von allen Teilnehmern.

Nicole Burk

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