Amelia Lichtensprung versetzt sich am liebsten ins Mittelalter und veröffentlichte ihren ersten Roman "Die Heilerin von Bruck"

Bruck anno 1345: Ein Debüt-Roman

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Das Mittelalter ist für die Autorin und Heilpraktikerin Amelia Lichtensprung eine Herzensangelegenheit

 Fürstenfeldbruck - Was wäre, wenn sich eine moderne Heilpraktikerin unversehens im Mittelalter wiederfinden würde? Diese Frage stellt sich Amelia Lichtensprung, Trägerin des schwarzen Gürtels und  ehrenamtliche BRK-Rettungssanitäterin in ihrem Debütroman ,,Die Heilerin von Bruck". Die Heilpraktikerin aus Fürstenfeldbruck hat mit  ihrem Roman  ihr Wissen über Heilkräuter mit ihrer Liebe zum Mittelalter und ihrem Faible für Kampfkünste vereint. Die Handlung spielt in Bruck anno 1345.

Entstanden ist eine unvergleichliche Mischung aus Spannung, Witz, Temperament und Frauenpower im Mittelalter. Worum geht es? Der Roman spielt in Bruck anno 1345: Landgrafentochter Leondora lernt auf einer Jagdgesellschaft Gero von Löwenhaag kennen und lieben. Auf ihrer Reise zu ihrer Hochzeit auf Burg Löwenfels wird sie entführt. Fürstenfeldbruck im Jahr 2014: Heilpraktiker-Anwärterin Isabella Schönberg wird durch Zufall in das Jahr 1345 katapultiert und muss sich mit ihrem Wissen und ihrem Unwissen im Mittelalter durchschlagen. Sie verbündet sich mit Leondora und der Heilerin Mejana, die ihr auf der abenteuerlichen und gefährlichen Reise über Augsburg und zurück zur Seite stehen. Kann sie die Gefahren überstehen und in ihr vertrautes Leben zurückkehren?

Amelia Lichtensprung sind schon früher Geschichten eingefallen. Bei einem Spaziergang über den Mittelaltermarkt während des Kaltenberger Ritterturniers, reifte in der Autorin der Entschluss, ein Buch zu schreiben: „Als ich meine Ausbildung zur Heilpraktikerin absolviert hatte überlegte ich mir, wie es wäre, wenn ich als moderne Frau und Heilpraktikerin im Mittelalter leben würde. Was würde passieren, wenn man mit den Kenntnissen der modernen Heilmethoden in dieser Epoche gefangen wäre? In Gedanken formulierte ich bereits die Anfangs- und die Schlussszene“, erinnert sich Amelia Lichtensprung. Das war im Jahr 2010. Vier Jahre später hat sie ihren Roman „Die Heilerin von Bruck“ vollendet. Sehr zeitaufwändig sei die Recherche gewesen für die Dinge, Bauwerke und Orte aus dem Jahr 1345. „In meinem Buch reisen Leute nach Augsburg. Ich musste herausfinden, wie es damals dort aussah und bin oft an meine Grenzen gestoßen, weil ich nur über ein mittelalterliches Halbwissen verfügte“, erzählt die 45Jährige. Dennoch habe es ihr großen Spaß gemacht. Manchmal überkam sie ein regelrechter Schreib-Flow: „Dann musste ich schreiben und zwar Stunden“. Pure Begeisterung empfand die Autorin, wenn sie mit ihren Figuren mitfiebern konnte. Sie bezeichnet es als Kopf- Kino, das erst beendet war, als sie den Laptop ausgeschalten habe.

Amelia Lichtensprung betreibt in Fürstenfeldbruck eine eigene Naturheilpraxis. Die Mutter eines Sohnes und einer Tochter (10 und 12 Jahre alt) hat außerdem viele Talente wie ihr schwarzer Gürtel in Taekwondo beweist. Neben ihrer Tätigkeit als Heilpraktikerin, arbeitet sie als ehrenamtliche Sanitäterin beim BRK in Fürstenfeldbruck. Aktuell schreibt sie an mehreren Sachen gleichzeitig - an einer Fantasy Geschichte und an ihrem zweiten Roman. Meistens spielen die Geschichten im späteren Mittelalter, etwa 14. Jahrhundert. „Das ist meine Zeit, da fühle ich mich zu Hause.“

Nicole Burk

 

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