Am Hochfeld Wohnungen für 900 Bürger und Lebensmittelmarkt

In der Dezember-Sitzung des vergangenen Jahres hatte der Planungs- und Bauausschuss des Brucker Stadtrates den Rahmenplan Am Hochfeld verabschiedet. Der Plan sieht eine Bebauung des Gebietes südlich der Bundesstraße B 471, zwischen Wilhelm-Busch- und Peter Rosegger-Straße vor. Dazu ist angedacht, auf dem Territorium hinter der Brucker Polizeidienststelle bis zur B 471 neue Wohnungen für insgesamt 900 Menschen sowie einen Lebensmittelmarkt zu errichten.

Die in erster Linie in der Nachbarschaft des geplanten Neubaugebietes lebenden Bürgerinnen und Bürger zeigten großes Interesse und nahmen am vergangenen Mittwochabend die Gelegenheit wahr, sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Vorstellungen der Stadtverwaltung aufklären zu lassen. Der Einladung der Stadtverwaltung in die Aula der Grundschule Nord hatten gut 100 Anwohner Folge geleistet. Oberbürgermeister Sepp Kellerer und Stadtbaumeister Martin Kornacher erläuterten eingangs die Planungsvorstellung. An farbig unterlegten Planskizzen, die an mobilen Magnetwänden hingen, erhielten die Besucher auch optisch einen Eindruck über die geplante Bebauung. Nachdem die Planungsreferentin der Stadt, Gabriele Fröhlich, die Frage einer Bürgerin, ob überhaupt ein Bedarf an weiterem Wohnraum in der Kreisstadt bestehe, mit einem klaren Ja beantwortete, entwickelte sich zwischen den Besuchern und den Stadtvertretern sowie den Planern hauptsächlich eine Diskussion über das zu zusätzliche Verkehrsaufkommen sowie über die in der Planung parallel zur B 471 verlaufenden langen höheren Gebäude. Viele Anwohner sind der Meinung, dass die vorhandenen Straßen den zusätzlichen Verkehr nicht bewältigen können. Hans-Dieter Beer vom benachbarten Adalbert-Stifter-Ring forderte eine Ringstraße zur B 471. „Nur so ist der Verkehr zur Bundesstraße in den Griff zu kriegen“, meinte Beer, der sonst ein Verkehrschaos wie in der Buchenau auf den Brucker Norden zukommen sieht. Rainer Malissek hält jetzt schon die Peter-Rosegger-Straße für den Verkehr für viel zu schmal. Auf die Frage einer Bürgerin aus der Wilhelm-Busch-Straße, mit welchem zusätzlichen Verkehr denn zu rechnen sei, schätzte Kornacher das Verkehrsaufkommen auf ungefähr 500 zusätzliche Fahrzeuge durch die 900 Bewohner, die circa dreimal am Tag an den Häusern vorbeifahren werden. Der Brucker Bauamtsleiter sicherte aber ggf. eine Modifizierung zu, wenn genauere Prognosen vorliegen. Überhaupt nicht anfreunden konnten sich viele Anwohner mit den drei- bis vierstöckigen Gebäuden, die parallel zur Bundesstraße verlaufen sollen. Ein Besucher der Veranstaltung fühlte sich dabei an die großen Blocks entlang der Konrad-Adenauer-Straße erinnert. Durch unterschiedliche Strukturen soll den langen Gebäudefronten eine gewisse Eintönigkeit genommen werden. Der zunächst geplante Bau eines Einkaufsrmarktes hinter dem Polizeiareal ist nun an der Kurt-Schumacher-Straße vorgesehen. Dem vom Arbeitskreis Sport, aber vor allem vom TuS-Präsidenten Herbert Thoma favorisierten Vorschlag, nordöstlich der Kurt-Schumacher-Straße ein neues Sportzentrum zu bauen, erteilte der Brucker Rathauschef einmal mehr eine deutliche Absage. „Dafür haben wir einfach das Geld nicht“, so Sepp Kellerer. Wann denn mit dem Bebauung des Hochfelds begonnen werde, wollte eine Anwohnerin wissen. In etwa fünf Jahren könne er sich einen Baubeginn vorstellen, gab Kornacher zur Auskunft. Allerdings gab er auch noch zu bedenken, dass zunächst noch mit einigen Grundstückseigentümern verhandelt werden muss. „Nicht alle Grundstücke gehören der Stadt.“

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