HofmarkART etabliert sich mit heimischen Objekten - Ausstellung im Parkettstadl und im Roten Haus

Unterwasser-Dixi“ von Ruth Strähhuber, Stefansberg, in der neuen HofmarkART-Präsentation in Hörbach. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Zum im September anstehenden 35jährigen Bestehen des Hörbacher Montagsbrettls dachte sich der ortsansässige Kreisheimatpfleger Toni Drexler den Empfang durch einen erneuten HofmarkART-Auftritt aus: Heimat-Verbindung auf eine ganz moderne Weise zwischen dem 22. August und 24. Oktober. Aber auch die bereits mehrfache, erfolgreiche Beteiligung von Hörbach am landes- und bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ brachte dafür Schubwirkung mit. HofmarkART scheint sich als feste Einrichtung zu etablieren, zumal sich der Gestaltungswillen von Künstlern und Laien aus der Region so umfassend und überraschend modern durch den Initiator bündeln lässt.

Umfassend im Außen- und Innenbereich, auf Hörbacher Fluren und Straßen, im Parkettstadl von Andreas und Susanne Obermaier ebenso wie im Kellergewölbe vom „Roten Haus“ von Josef Kraus: Objekte aus Holz, Stein, Metall, Farbe, Textil und Pflanzen, die das Hinschauen wieder bewusst machen, im öffentlichen wie auch privaten Raum, in Obstgärten und Feldfluren, an Waldrändern und Straßen/Kreuzungen. Toni Drexler: „Heimat ist das, was man draus macht.“ Er erinnerte - nach der Begrüßung durch Bgm. und Schirmherr Reiner Dunkel - in einer kulturellen Rückbesinnung an die Gemeinsamkeiten und den dörflichen Zusammenhalt in der ehemaligen Hofmark Hofhegnenberg bis 1803. Als Leitmotiv wählte er eine Anmerkung von Martin Wölzmüller: „Der ländliche Raum ist auch in Stadtnähe mehr als eine Ansammlung von Schlafplätzen …“ Und: „Die Kunst, so scheint es hier, ist aus dem Museum ausgebrochen.“ Ungemein witzig von Peter Neuberger, Fürstenfeldbruck, die geschnitzte Angela-Merkel-Karikatur mit ihrer Ansprache an das auf der anderen Straßenseite stehende, ebenfalls hölzerne, gemeine Volk: „ Es fällt mir nicht leicht, aber ich muß politischen Bankrott anmelden. Mein Bundespräsident ist zurückgetreten, mein Kandidat für die Nachfolge ist zweite Liga. Die Wahlen in Nordrhein-Westfalen waren ein Desaster. Der Euro ist angezählt, daran bin auch ich nicht ganz unschuldig …“ Oder auch Ruth Strähhuber, Stefansberg, mit ihrer Unterwasser-Dixi-Toilette samt menschlichen Geräuschen und dem zarten Hinweis „Und d’ Fisch schaun alle zua …“ Die riesige Walflosse von Uli Sobeck, Augsburg, im Obstgartenboden der Familie Oswald abtauchend („Kunstpark West“) oder die fliegenden „Luft-Schwimmer“ von Peter Asam, Fürstenfeldbruck. Die beiden „Wächter“ von Christl Melle aus Schmiechen oder die zwei an einem Waldrandbaum „Aufgehängten" von Thomas Fiedler, Dünzelbach. Zu Letzteren gruppiert sich eindrucksvoll der rote-Stäbe-Kubus von Toni Drexler unter Mithilfe von Marco Hilpert und Ferdinand Schleich. Nicht zu vergessen die Metallarbeiten von Hilde Seyboth, Wenigmünchen, und die polarisierende Plastik von Hansjürgen Vogel, Haspelmoor, „Widerhall“. Viele weitere, erfreuliche, unkomplizierte Ideen und Teilnehmer an der HofmarkART III mit Johannes Biehler, Helga Coning, Gerhard Gerstberger, Albert Grau, Uli Hochmann, Tor-Magnus Horten & Josef Kraus, Sabine Kinder, Peter Müller, Adam Stubley, Johanna Utne, Thomas Widemann und Ludwig Ostermeier. Den weitesten Weg hatte Manfred Sandmeir aus Grainau, mit zwei Schuhpaaren an einer Hauswand und dem witzigen Hinweis „Schuhwerk 1. Ihr kleiner Bruder (barfuß) nervt!“ Musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung durch die Hörbacher „Rasso-Räuber“.

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