Alle fünf Jahre sind bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wahlen angesagt

16 485 Unternehmen sind zur Briefwahl aufgerufen

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(v. li.) Petra Kremer von der IHK-Geschäftsstelle München und Oberbayern, der Vorsitzende des IHK-Gremiums DAH/FFB, Michael Steinbauer und Dr. Tina Emslander, Leiterin der Geschäftsstelle Region München informierten über die bevorstehenden Wahlen

Fürstenfeldbruck – Alle fünf Jahre sind bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wahlen angesagt. Heuer ist es wieder soweit: In der Zeit vom 25. April bis 6. Mai wird die IHK-Vollversammlung sowie der IHK-Regionalausschuss Fürstenfeldbruck gewählt. Im Landkreis wurden 16.485 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung aufgefordert, sich an der Briefwahl zu beteiligen. Das derzeitige IHK-Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck hat sich, wie andere Gremien in Oberbayern, in zwei eigenständige Regionalausschüsse aufgeteilt.  

Statt bisher 14 Gremien vertreten zukünftig 19 IHK-Regionalausschüsse die Interessen der lokalen Wirtschaft in Oberbayern. Mit der Neuordnung erweitern sich die Einflussmöglichkeiten der Unternehmen in der Region. Die Vorsitzenden der Regionalausschüsse sind automatisch in der Vollversammlung vertreten. Statt bisher einen hat die Brucker/Dachauer Region zukünftig damit automatisch zwei Vertreter in der Vollversammlung. Die IHK rückt damit auch näher an ihre Mitglieder heran, teilte der Vorsitzende des IHK-Gremiums Dachau-Fürstenfeldbruck, Michael Steinbauer, bei der Pressekonferenz am 20. April im Veranstaltungsforum Fürstenfeld mit.

 „Die landkreisbezogenen Themen werden verstärkt in den Fokus gerückt.“ Das größte Anliegen ist die Sicherung der Wirtschaftskraft im Landkreis. Die Anzahl der Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen ist im vergangenen Jahr um knapp vier Prozent gestiegen. Mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent herrscht im Landkreis nahezu Vollbeschäftigung. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat sich um neun Prozent erhöht. Neben einem steigenden Bedarf an Gewerbeflächen zieht das starke Wachstum in der Region einen größeren Bedarf an bezahlbarem Wohnraum nach sich.

 Großen Handlungsbedarf sieht das IHK-Gremium bei den Themen Fachkräftemangel und Nachwuchssicherung, Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, aber auch beim Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur wie den Ausbau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke oder die Erweiterung der B 471. Für die 17 Sitze im IHK-Regionalausschuss stellen sich 21 Kandidaten zur Wahl (sieben sind bisherige Gremiumsmitglieder). Um die Wirtschaftsstruktur der Region repräsentativ abzubilden, setzt sich der IHK-Regionalausschuss Fürstenfeldbruck wie folgt zusammen: Vier Mitglieder kommen aus dem Bereich der Industrie. Die Kandidaten sind Thomas Heske, Klaus Hiedels, Patrick Meixner, Dr. Hilmar Rudloff, Karlheinz Scholz und Volker Siegel. Fünf Mitglieder kommen aus dem Bereich Handel. Hier kandidiert Elisabeth Heinz, Otto Hörmann, Christian Huber, Ralf Keckeis, Moritz Klotz, und Frank Röhner. Und acht Bewerber kommen aus dem Bereich Dienstleistungen: Jürgen Biffar, Walter Enders, Robert Fedinger, Dr. Peter Harwalik, Gerhard Kohlfürst, Thorsten Lange, Stephan Johannes Reinhold, Hans Schmid und Michael Steinbauer. Darüber hinaus kandidieren mit Dr. Jill Klotz, Simone Damschek und Stephan Johannes Reinhold drei Unternehmer aus der Region nur für die IHK-Vollversammlung, dem höchsten Organ der IHK, dem sogenannten „Parlament der Wirtschaft.“.

Die konstituierende Sitzung des IHK-Regionalausschusses, in der auch der/die neue Vorsitzende gewählt wird, findet am siebten Juni in Puchheim statt. Die konstituierende Sitzung der IHK-Vollversammlung findet am 20. Juni statt. In ihr bestimmt die Vollversammlung per Wahl den/die neue(n) Präsidenten/in der IHK für München und Oberbayern. Das Wahlrecht dürfen Firmeninhaber, Geschäftsführer, im Handelsregister eingetragene Prokuristen, Vorstände, persönlich haftende Gesellschafter oder besonders bestellte Bevollmächtigte ausüben. Dabei hat jedes Unternehmen außerhalb der Stadt München zwei Stimmen: eine für die Wahl der IHK-Vollversammlung und eine für die Wahl eines Vertreters seiner Wahlgruppe (Industrie, Handel, Dienstleistung) für den jeweiligen IHK-Regionalausschuss. Nachdem die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren bei 6,2 Prozent lag, hofft man bei der IHK heuer auf eine zweistellige Wahlbeteiligung.

Dieter Metzler

 

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