Innenstadt Fürstenfeldbruck gestalten, nicht verhindern – Parteientrio ist sich einig zum Viehmarktplatz

Beim Viehmarktplatz grundsätzlich auf einer Linie (von links): Axel Lämmle (SPD), Hans Schilling (CSU) und Gabriele Fröhlich (Freie Wähler). - Foto: Hans Kürzl

Für Axel Lämmle, den SPD-Fraktionsvorsitzender im Brucker Stadtrat, ist es ein beinahe historischer Vorgang: „Dass CSU und Freie Wähler in einem Boot sitzen, ist normal. Ungewöhnlich ist, dass die SPD mit dabei ist.“ Diese zeige aber umso deutlicher, welche Bedeutung die Bebauung des Viehmarktplatzes hat. Auch der zweite Bürgermeister Hans Schilling (CSU) und Planungsreferentin Gabriele Fröhlich (FW) betonen: „Wir alle stehen zu dem Umbau.“

Die Negativszenarien, die die Brucker Bürgervereinigung (BBV) und die Grünen an die Wand malen, kann das Politikertrio nicht nachvollziehen. Laut Schilling würden Grüner Markt und Christkindlmarkt bleiben. Lediglich während der Bauphase wäre ein Ausweichquartier vonnöten. Fröhlich fügt noch hinzu: „Es wäre nicht das Ende des Einzelhandels.“ In diesem Zusammenhang weist Lämmle noch darauf hin, dass durch den Umbau der Hauptstraße vor einigen Jahren auch kein Geschäft kaputt gegangen sei. Nachvollziehen kann Lämmle auch nicht, dass die Bürgerinitiative den Parkplätze am nördlichen Viehmarktplatz erhalten und gleichzeitig den Verkehr heraushaben will: „Das passt nicht zusammen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. Während sich das Parteientrio über die oberirdische Umgestaltung einig ist, weicht die SPD in der unterirdischen Parkplatzgestaltung ab. Sie möchte den südlichen Viehmarktplatz nicht mit einer Tiefgarage unterlegen. Lämmle schwebt ein solches Projekt zwischen AEZ und dem einstigen „Kaufhaus X“ vor. Das Grundstück würde attraktiver und die Verkehrsbewegungen würden sich zwischen Pucher und Schöngeisinger Straße aufteilen, sieht Lämmle die Vorteile. An der Tiefgaragefrage werde die SPD die Umgestaltung des Viehmarktplatzes an sich nicht scheiten lassen, betont Lämmle. Notfalls werde man im Stadtrat Einzelabstimmungen fordern. Und auch Hans Schilling ist gesprächsbereit: „Da müssen wir uns zusammenraufen. Wir werden es in der CSU-Fraktion diskutieren.“ Planungsreferentin Fröhlich äußerte sich ähnlich für ihre Gruppierung. CSU, SPD und Freie Wähler haben dieser Tage bereits mit einem Handzettel alle Haushalte über ihren Standpunkt informiert. Am Donnerstag, 29. September, folgt um 19.30 Uhr im Veranstaltungsforum eine Informationsveranstaltung zum gleichen Thema.

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