15 Jahre KAP bei der Caritas - Menschen eine neue Perspektive geben, die nicht wissen, wo sie die nächste Nacht verbringen

KAP-Caritas: Viele haupt- und ehrenamtliche Helfer sowie viel Engagement waren und sind notwendig, um die Beratungsstelle für Wohnungslose erfolgreich arbeiten zu lassen. – Foto: Hans Kürzl

In einem Satz fasste Caritas-Kreis-Geschäftsführerin Claudia Ramminger zusammen, worin die Hauptaufgabe der Wohnungslosenhilfe des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck (KAP) besteht: „Ein Mensch, der nicht weiß, wo er die nächste Nacht verbringt, kann sich nicht darauf konzentrieren, sein Leben positiv zu gestalten.“ In vielen Fällen sei es der KAP gelungen, Menschen wieder eine Perspektive zu geben, wie Ramminger anlässlich einer Feier zum 15-jährigen Bestehen der Brucker Einrichtung anmerkte.

Deren Bedeutung sei nach wie vor sehr groß, informierte Ramminger weiter. Im Juli und August diesen Jahres seien die Belegungszahlen sowie Anfragen in der KAP so hoch wie nie gewesen. Daher äußerte Ramminger als größten Wunsch an die Kreispolitik, die bewährten Angebote weiter zu erhalten und zu unterstützen. Auch eine Präventionsstelle zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit sowie längerfristige Beschäftigungsmöglichkeiten sind für Ramminger wichtig. Den Wunsch nach einer Präventionsstelle nahm die Stellvertretende Landrätin Gisela Schneid positiv auf. Sie könne nichts zusagen, aber das Anliegen gerne weiter tragen. Dass vor 18 Jahren die Grundsatzentscheidung des Kreistages für die KAP gefallen sei, bezeichnete Schneid als Grundstein für das erfolgreiche soziale Wirken dieser Einrichtung. Im August 1995 erfolgte dann der Abschluss des Mietvertrages in den Räumlichkeiten an der Kapuzinerstraße in Fürstenfeldbruck. Der Teufelskreis aus Wohnungslosigkeit, Arbeitssuche und Perspektivlosigkeit könne so durchbrochen werden. Der Dank Schneids galt daher besonders den vielen Helfern der KAP. Deren Leiterin Heidi Schaitl betonte, dass ein Teil des Erfolges auf die gute Vernetzung der sozialen Stellen in der Kreisstadt zurückzuführen sei. Nur so seien auch Angebote wie Teestube, der Gebraucht-Buchladen oder das Sonntags-Frühstück möglich geworden, letzteres mit Unterstützung der Brucker Tafel. Schaitl erwähnte auch die baulichen Verbesserungen in den letzten fünf Jahren, zu denen unter anderem die Kolpingfamilie Eichenau einen großen Beitrag geleistet hatte.

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