100 Jahre Obst- und Gartenbauverein Althegnenberg – Gärten sind Oasen der Entspannung und Erholung

Die Vorstandschaft vom Obst- u. Gartenbauverein Althegnenberg-Hörbach (v.li.) Resi Oswald, Henriette Pilz, Matthias Feder, Hilde Schmid, Marianne Drexl. Nicht im Foto: Brigitte Berger, Lidwina Hutsteiner, Vera Höger Foto: Günter Schäftlein

Es ist überhaupt keine seltene Ausnahme, wenn Unterlagen über die eigentliche Vereinsgründung fehlen -und man - wie hier - eine Veröffentlichung im Brucker Wochenblatt vom 30. Nov. 1911 als Gründungsdatum benutzt. So geschehen beim damaligen „Obstbauverein Althegnenberg“ anlässlich der Verleihung von „Diplomen“ zur Obstausstellung an zahlreiche Honoratioren und Vereine im Landkreis FFB. 1. Vorstand könnte lt. einer unvollständigen Vereinsliste der Gütler Widemann gewesen sein.

Die heutige Althegnenberger/Hörbacher Institution für den Obstanbau und die allgemeine Garten- und Landschaftspflege hat sich in den 100 Jahren zum Wohle von Menschen und Umwelt prächtig entwickelt - wie 1. Bgm. Reiner Dunkel und der Vereinsvorsitzende Matthias Feder übereinstimmend feststellen. Letzterer schreibt in der vorliegenden Festschrift zutreffend „Wir blicken zurück auf 100 Jahre voller Umbrüche und Neuanfänge. Der Wind der Geschichte streifte auch unseren Verein. Vieles von dem Wissen und Dokumente, mit denen unser Verein begann, gingen unwiederbringlich verloren.“ 1980 wurde ein wichtiges Vereinsjahr für die Wiederbegründung einer „Gartenkultur und -pflege, Bräuchen und Einrichtungen“ (wie Erntedankfeier und Christkindlmarkt, Dorf- und Pfarrfest). Ergänzt in den nachfolgenden Jahren durch Pflanzaktionen/-börsen, Vorträge, Baumschnitte, Palmbuschenbinden für Kinder, freiwillige Pflege der gemeindlichen Streuobstwiese u.a.m. - und insbesondere die unvergessenen, glänzend vorbereiteten Diavorführungen zum heimatlichen Jahreskreislauf von Vereinsvorstand (1992-2001) und Ehrenmitglied Hermann Spicker. Sein verdienter Nachfolger (2001-09) wurde Winfried Kuon (gestorben 2010). Seine Vorgänger waren Oberlehrer Zott, der Ehrenbürger Josef Kink, Jakob Obermeier (1980-84) und Franz Mayer (1984-92, der ebenfalls 2010 verstarb). Weitere starke Erinnerungen gehen an das Jahr 1982: Beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde die Gemeinde Althegnenberg Kreissieger, wozu der Gartenbauverein „…in vorbildlicher Weise beigetragen hat.“ Seit 2009 wird der Obst- und Gartenbauverein Althegnenberg-Hörbach geführt von Matthias Feder (1. Vorst.), Hilde Schmid (2. Vorst.), Henriette Pilz (Schriftf.), Brigitte Berger (1.Kass.), Lidwina Hutsteiner (2. Kass.) und den Beisitzerinnen Vera Höger, Resi Oswald und Marianne Drexl. Die Vorstandschaft setzte neue Akzente, so u.a. bei der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Gewinnung neuer Mitglieder durch die Ansprache von Neubürgern. Das Feldkreuz zwischen Althegnenberg und Hörbach wurde aus Spenden restauriert, eine dazugehörige Sitzbank von der Vereinskasse bezahlt. Angeregt durch Erwin Schnecke erfolgte im Frühjahr 2011 der Obstbaumzuschnitt auf der gemeindlichen Streuobstwiese und an der Grundschule. Das anstehende Erinnerungsfest stellten die Obst-, Garten- und Heimatfreunde unter eine bemerkenswerte Prämisse: „Eines aber sind Gärten seit Anfang an gewesen: Oasen der Entspannung und Orte der Begegnung.“ Die 100-Jahrfeier am Samstag, 1. Oktober 2011, im Althegnenberger Sportzentrum beginnt um 19.30 Uhr mit der Begrüßung durch den 1. Vereinsvorstand Matthias Feder mit anschließenden Grußworten durch den 1. Bgm. Reiner Dunkel und den Geschäftsführer des Gartenbau-Kreisverbandes Horst Stegmann. Ab 20 Uhr erfolgt ein Vortragsgang durch die Vereinsgeschichte - dem Ehrungen zu den Gründungsmitgliedern folgen. Für die musikalische Unterhaltung sorgen der Musikverein Althegnenberg und „De Dumma Deifi“. Das Gedenken zu Ehren verstorbener Mitglieder erfolgt am Sonntag, 2. Oktober, 9.45 Uhr, im Festgottesdienst in der Altegnenberger Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Weitere Infos zum Jubiläum und Programm über Matthias Feder, Tel. 08202-961475.

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