Bauernhof-Museum und Förderverein stellten Jahresprogramm vor

Drei Ausstellungen zu Brauchtum und Kultur und Handarbeit im Mittelpunkt 

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(v. li.): Heinrich Widmann (Museumshandwerker), Uta Lutz (2.Vors. Förderverein), Gisela schneid (stellvertretende Landrätin), Günter Sigl (Referatsleiter Schulen, Sport, Kultur-LRA), Ruth Strähhuber (Ausstellungsgestaltung), (v. hinten li.): Dr. Reinhard Jakob (Museumsleiter), Danja Jais (Museumsverwaltung)

Schöngeising  – Auch heuer haben das Bauernhofmuseum Jexhof und der Förderverein, der am 8. Juni Jubiläum feiert, wieder ein Programm mit vielen Veranstaltungen zu Brauchtum und Kultur erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei drei große Sonderausstellungen über „Geburt und Tod“ (17. Mai – 3. November), über den „Schinderhannes – Schurke oder Held“ (28. Juni – 27. Oktober) und über „Masken – Perchten – Butzen – Habergeis“ (6. Dezember – 3. Februar).

Auch in der bevorstehenden Saison will das Bauernhofmuseum wieder viele Besucher anziehen. Das Passionssingen bildet den Auftakt. Neu ist ein „Osteressen“, das dem großen Erfolg des herbstlichen Wildessen nacheifert. Zur Maiandacht, zu Mariä Himmelfahrt und zum Erntedankfest lädt auch heuer der Förderverein wieder ein. Höhepunkt des Fördervereins-Jubiläums ist ein bunter Abend mit Künstlern aus dem Landkreis am 8. Juni. Mit ihrem Programm wollen der Förderverein und das Museumsteam Erkenntnisgewinne bescheren, aber auch zum Nachdenken anregen. So werden in der Sonderausstellung zu Geburt und Tod wie auch zum Maskenbrauch gleich die ganz großen Fragen menschlicher Existenz  behandelt. Beim Publikumsmagneten „Brandner Kaspar“ des Theatersommers am Jexhof werden Leben und Sterben von der heiter-bayerischen Seite betrachtet.

 Die Film-Preisträgerin Bettina Mittendorfer stellt dazu ihr Literaturtheater vor, Thomas Höhenleitner findet in der Musik Lieder zum Thema.
Dirndl nähen, Häkeln und Stricken, Nähen mit Kindern, Schnupperklöppeln, Handgefertigtes beschäftigt das Museum besonders.   Dem momentanen Trend zum Virtuellen wird die echte Handarbeit bei den Jexhof-Aktivitäten gegenübergestellt. Überhaupt ist das sehr stark auf Kinder ausgerichtete museums- und naturpädagogische Programm dazu angetan, den Erfahrungshorizont gerade der jungen Besucherinnen und Besucher über das Digitale hinaus zu erweitern. Bauern-, Käse- und Christkindlmarkt gehören inzwischen zum festen Programm am Bauernhofmuseum. Und auch die kleine Kirchweih, die sich um Gans und Kiacheln dreht, wird immer beliebter.

 Im Mittelpunkt der vergangenen Saison standen die Sonderausstellungen, die beim Publikum großes Interesse fanden: die Hauptausstellung „Geschichten aus der Erde. Archäologie rund um den Jexhof“. Zu einem großen Renner wurde auch die Sonderschau über Aberglauben und Volksfrömmigkeit. Daneben fanden 71 Aktionstage, 120 Naturerlebnisstage und 92 Führungen statt.Es gab 91 Veranstaltungen zu Brauchtum, Natur, Musik, Theater, ländlichem Handwerk und Literatur. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Mensch und NaTur“ fanden 14 Veranstaltungen statt, zusätzlich liefen 31 Veranstaltungen aus den Reihen „Um 2 dabei“ und „VorFührungen“. Neu angeboten wurden die Kombi-Programme „60 plus“, die nach Aussage von Schneid besonders gut angenommen wurde, und „Feierabend“.


Mit einem Festakt und Kabarettabend mit Christian Springer alias der Fonsi wurde das 25-jährige Bestehen des Museums gefeiert. Auch der Förderverein bereicherte wieder das Jahresprogramm. Die neuen Angebote „Sommernachtsfest“ und das „Wildessen“ hatten sich schon 2011 bewährt und fanden 2012 noch größeren Zuspruch. Zum Jahreshöhepunkt des Fördervereins zählte einmal mehr das Erntedankfest. Ein optischer Genuss, so Dr. Jakob, sei der neu gestaltete Eingangsbereich des Museums, den der Förderverein zu seinem 30-jährigen Jubiläum und nachträglich zum 25-jährigen Bestehen des Museums gestalten ließ. 50.000 Euro hat der Umbau gekostet, 15.000 Euro kamen vom Landkreis, 10.000 Euro spendierte die Sparkasse, den Rest hat der Verein aus weiteren kleineren Spenden sowie mit viel Eigenleistung beigesteuert. Großen Anteil hat Vereinsvorsitzender Günter Mayr, dessen Engagement Stellvertreterin Uta Lutz besonders herausstellte.
Autor: Dieter Metzler 
 

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