Jugend-Alkoholismus: Bürgervereinigung iniitiiert Projekt

Die Brucker Bürgervereinigung unter dem Vorsitz von Brigitte Hinz erörterte bei einer Klausurtagung wichtige kommunalpolitische Themen. Auf dem sozialen Sektor wurde eine engere Zusammenarbeit mit den anwesenden Kreisräte der UBV verabredet, als erstes beim Projekt Hart am Limit - Halt: Ein Projekt der Sekundärprävention für Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Weiterhin beantragt die BBV die Einrichtung einer weiteren Streetworker-Stelle für Suchtkranke

. Der Jugendreferent der Stadt Fürstenfeldbruck, BBV-Stadtrat Tommy Beer berichtete über die Situation der Jugendlichen und der Jugendkultur in der Stadt Fürstenfeldbruck: Es sei wichtig, dass der alte Schlachthof auf der Lände weiterhin für die Jugendkultur zur Verfügung stehe. Die BBV setzt sich hierfür ein - die Jugendlichen dürften nicht an den Stadtrand oder gar nichts Industriegebiet „abgeschoben“ werden. Beer berichtete über das Projekt Soziale Stadt, Lehrstellen Akquisition und verschiedene Erfolge. Vorstand und Fraktion hatten zu einem Klausur-Wochenende außerhalb des Landkreises eingeladen. Hauptpunkte der Erörterungen: Landesgartenschau 2016. Die BBV stimmt einer Bewerbung der Stadt Fürstenfeldbruck zu, wird aber sämtliche planerischen Detailentscheidungen und Kostenentwicklungen kritisch begleiten. Im Zuge der gartenbaulichen Gestaltungen verlangt die BBV den Erhalt des Bereiches Lände und des Schlachthofes - als Jugendkultur-Einrichtung. Auch der Bauhof soll - siehe Finanzplan - vorerst an seinem Standort verbleiben, wobei ihm zur Vorbereitung und Durchführung der Landesgartenschau durchaus die Rolle eines Gärtnereitechnisch/-logistischen Zentrums zufallen kann und er so nutzbringend integriert werden kann. Nachdem auch das ehemalige Amperbad mit in den Umgriff der Landesgartenschau 2016 fällt, erneuert die BBV bei dieser Gelegenheit die Forderung nach einer Integration und Wiedereröffnung dieses Flußbades entweder mit Renaturierungsmaßnahmen oder einer Teilsanierung der bestehenden Anlagen. Weiterhin soll bereits im Planungs-Vorfeld darauf geachtet werden, dass in Fürstenfeldbruck nach dem Ende der Gartenschau sämtliche regionaluntypischen Ausstellungsbauten und Anlagen zurückgebaut bzw. entfernt werden. Stadtentwicklung: Da die Ausführung einer evtl. straßenbaulichen Maßnahme - Deichenstegstraße - auf jeden Fall noch mehrere Jahre dauern wird, und weil deren erleichternde Auswirkungen auf die Verkehrsdichte im Bereich der Hauptstraße überhaupt nicht vorhersehbar sind, fordert die Vorstandschaft der BBV die Stadt Fürstenfeldbruck vertreten durch OB Kellerer auf: Bereits jetzt alle verkehrslenkerischen und verkehrsbaulichen Maßnahmen zu prüfen und durchzuführen, die heute und auch später erfolgsversprechend sind, den innerstädtischen Verkehr sinnvoll zu lenken, zu leiten und wenn nötig, zu begrenzen. Die Einrichtung eines effektiven Parkleitsystems ist längst überfällig - und zur Ergänzung vorhandener Parkflächen seien dezentrale Parkflächen mit Shuttle-Bus-Anbindung und Leih-Fahrrädern einzuplanen. Konkret wäre als erste Maßnahme die Aufstockung der Parkfläche an der Ecke Feuerhaus/Dachauer Straße mit einem oder . mehreren Parkdecks oder der Bau einer Tiefgarage an gleicher Stelle zu überlegen. Die Verdichtung des Fahrtaktes der Haupt-Buslinien auf 10 Minuten gehört ebenso zu den machbaren Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung, wie eine sinnvolle Lenkung der Verkehrsströme durch Einbahnregelungen und Abbiegerbeschränkungen. Die Entwicklung des Viehmarktplatzes, konkret die nördliche Bebauung, ist neu zu planen. Das ARTEMIS-Projekt solle nicht realisiert werden, denn die Grundvoraussetzung für ein urbanes Leben, eine Ausgewogenheit von Wohn-, Lebens- und Einkaufsmöglichkeiten ist in dieser Planung nicht gegeben. Die BBV sieht erst dann Sinn in weiterer Bebauung, wenn der nördliche Teil des Platzes mit wesentlich kleineren Einheiten bebaut wird - und dadurch auch eine optische Achse zum Lederer-Anwesen gestaltet wird. So ist zu überlegen, ob man dort nicht eine kleinere autarke Marktgebäude-Lösung plant, die von unterschiedlichen Händlern und Selbstvermarktern beschickt werden kann. Die Planung eines „Grünen Zentrums“ wurde trotz unterschiedlicher Überlegungen zur Standortfindung begrüßt. Kreisrat Max Keil stellte den neuesten Sachstand der Pucher Planungen vor und erläuterte ihn. Dabei wurde eine engere Zusammenarbeit mit der Kreistags-Fraktion der UBV verabredet.

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