Kahlschlag am beliebten Amper-Spazierweg erregt die Gemüter in Fürstenfeldbruck - Überzogene Abholzaktion

Der von Sträuchern und Bäumen umsäumte Weg entlang der Amper wurde in der Vergangenheit von den Kreisstädtern stets als beliebter Spazier- und Radlweg zur Erholung und Entspannung genutzt. Im März wurde der Abschnitt von der Heubrücke am Brucker Sportzentrum bis zum Ampersteg an der Kleingartenanlage nun radikal abgeholzt, worüber sich viele Brucker derart ärgerten, dass sie in etlichen Leserbriefen in den beiden Brucker Tageszeitungen mächtig Dampf abließen über die ihrer Meinung nach in dem Umfang völlig überzogene Abholz-Aktion.

Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer sah sich gar zu einem offenen Brief veranlasst, nachdem die Leserbrief-Schreiber massiv in Richtung Rathaus wetterten. Kellerer bedauerte darin den „Eingriff in die Natur“ am Stausee ebenso, stellte aber gleichzeitig auch klar, dass seiner Behörde aus rechtlichen Gründen gegen die vom Wasserwirtschaftsamt veranlasste und von den Brucker Stadtwerken durchgeführte Sicherheitsmaßnahme die Hände gebunden seien. Ihm und dem gesamten Stadtrat sei sehr daran gelegen, dass das Grün in der Stadt erhalten bleibe, so Kellerer in dem Schreiben. Der OB betonte aber auch, dass er aus Haftungsgründen nicht eigenmächtig einer Fachentscheidung vorgreifen könne. Zur Aufklärung der Bevölkerung haben die Stadtwerke an verschiedenen Stellen des Amper-Weges nun Hinweistafeln mit folgender Nachricht aufgestellt, die die Spaziergänger über die Notwendigkeit der Dammsanierung informieren: „Die Amper ist an vielen Abschnitten ihres Verlaufes durch Dämme vom übrigen Gelände abgegrenzt. Insbesondere der Stausee an der Schöngeisingerstraße mit seinen großen Wassermengen wird ebenfalls durch Dämme in seinen Grenzen gehalten. Ein Schaden an den Dämmen würde zu erheblichen Überschwemmungen in der Schöngeisingerstraße bis zur Hauptstraße führen. Diese Gefahr besteht besonders dann, wenn die Amper in Hochwasserzeiten eine gewaltige Wassermenge führt. Deshalb sind diese Dämme für den Hochwasserschutz der Anwohner unerlässlich. Um diesen Schutz zu erhalten, ist eine laufende Beobachtung und Pflege der Dämme erforderlich. Diese Aufgabe hat das Wasserwirtschaftsamt im Einzugsbereich der Kraftwerke der Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH übertragen. Im Laufe der Zeit wachsen Sträucher und Bäume auf den Dämmen, deren Wurzelwerk die Stabilität gefährden. Entlang dieser Wurzeln kann das Flusswasser in das Erdreich eindringen, den Damm durchnässen und im Laufe der Zeit Hohlräume ausspülen, wodurch die Statik und damit die Sicherheit gefährdet wird. Außerdem bieten größere Pflanzen auch eine höhere Angriffsfläche für den Wind. Bei entsprechenden Wetterlagen mit starken Winden oder Sturmböen können umgestürzte und entwurzelte Bäume den Damm erheblich beschädigen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, den Bewuchs in angemessenen Abständen zu entfernen. Diese Arbeiten werden immer in Absprache mit den zuständigen Behörden durchgeführt.“

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