Die Türkenfelderin, die Gerda Hasselfeldt im Bundestag beerben möchte, präsentierte sich erstmals den Dachauer CSU-Funktionären

Achtungserfolg für Katrin Mair

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FlorianSchiller, AntonKreitmair, Dr. Georg v. Hundt, Katrin Mair,  Gerda Hasselfeldt (rechts vorne) und ihre möglichen Nachfolger (von links): MdL Anton Kreitmair, Florian Schiller, Katrin Mair und Dr. Georg von Hundt (rechts hinten).

Türkenfeld/Indersdorf -  Das CSU-interne Rennen um die Nachfolge von Gerda Hasselfeldt nimmt Fahrt auf. Am vergangenen Samstag stellten sich die vier Aspiranten für die Nachfolge von Gerda Hasselfeldt der Kreis-Delegiertenversammlung der Dachauer Kreis-CSU vor: Katrin Mair (Türkenfeld), Dr. Georg von Hundt (Bergkirchen), Anton Kreitmair (Kleinberghofen) sowie Florian Schiller (Dachau). Am Vorabend hatten sich das Quartett der Fürstenfeldbrucker CSU präsentiert.

 Für Mair war es Auswärtsspiel, obwohl sie im Bergkirchner Ortsteil Günding geboren ist und in Dachau Abitur gemacht hat. Kreitmair ist hingegen im Nachbarlandkreis als Landtagsabgeordneter und langjähriger Bauernverbands-Funktionär bestens bekannt. Auch Schiller hat als JU-Mann und Chef der CSU-Fraktion im Dachauer Rathaus für manche Schlagzeile gesorgt. Dafür schlug sich Mair beachtlich. Sie betonte ihre Verwurzelung in beiden Landkreisen und das Netzwerk, das sie sich als zweimalige CSU-Listenkandidatin bei den Bundestagswahlkämpfen 2009 und 2013 aufgebaut hat. Sie argumentierte klug und bedacht, gab sich offen und lud zum Dialog ein. Mit ihrer Aussage, mit 34 Jahren sei sie „jung und dynamisch“ und daher besonders geeignet, die Menschen zu vertreten., lieferte sie allerdings eine Steilvorlage für Kreitmair. Der konterte: „Mit 53 Jahren fühle ich mich auch noch jung und dynamisch.“ Was ihm einige Lacher einbrachte – speziell bei den über-fünfzigjährigen Männern, die größte Gruppe unter den knapp 150 Anwesenden.

Dennoch: Mair erntete langen freundlichen Beifall. Immerhin mehr als von Hundt, einer der drei Lokalmatadore. Der Mediziner wirkte müde, war es auch. Denn er war bis in die Morgenstunden als Malteser-Einsatzleiter beim Münchner Amok-Einsatz unterwegs gewesen. Von Hundt vergaß indes, dem Auditorium davon zu berichten. „Das muss er noch lernen“, kommentierte ein Parteifreund. Schiller legte den rhetorisch wohl besten Auftritt des Vormittags hin: Der 34-Jährige zeichnete sich als ein politisches Talent mit Erfahrung, das mit „Herzblut und Verstand“ für die „Demokratie kämpfen“ wolle. Sein Lohn: der lauteste Applaus. Kreitmair hatte Mühe, alle seine Kompetenzen, Erfahrungen und Kenntnisse in den zehn Redeminuten unterzubringen, insbesondere in der Agrar- und Verbraucherpolitik, in Ernährungs- und Umweltfragen.

 Die Dachauer Delegierten belohnten ihn dennoch mit 109 (von 146 möglichen) Stimmen für eigentliche Kandidatenwahl, die am 16. November über die Bühne gehen soll. Schiller erhielt 96 Voten, von Hundt 77. Mair stand als Türkenfelderin nicht zur Wahl. Kommentar eines CSU-Politikers aus dem Dachauer Land: „Unsere Kandidaten werden sich im November gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Wenn sich die Brucker einig sind, können sie Mair locker durchwinken.“ Der Dachauer CSU-Kreischef Bernhard Seidenath und sein Brucker Kollege Thomas Karmasin sehen die Lage anders: „Es geht nicht um ein Duell Dachau gegen Fürstenfeldbruck, sondern um die Region“, sagte Seidenath in Indersdorf. Gerda Hasselfeldt war vor Ort und beobachtete ihre möglichen Erben aufmerksam. Wer ihr am besten gefallen habe, wollte sich die erfahrende Politikerin jedoch nicht entlocken lassen: „Ich habe versprochen, mich aus dieser Diskussion heraus zu halten. Und daran halte ich mich.“ Am kommenden Freitag, den 29. Juli, stellen sich Mair und ihre drei Parteikollegen der Brucker, Emmeringer und Maisacher CSU im Bürgerzentrum Gernlinden vor (Beginn: 19 Uhr).

Horst Kramer

 

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