Antrag im Sportausschuss abgeschmettert 

Eislauf ohne Dach über dem Kopf 

+
Auch in Zukunft werden die Spieler des EV FFB und die Besucher im Brucker Eisstadion kein Dach über dem Kopf erhalten.

Fürstenfeldbruck – Die Spieler des EV Fürstenfeldbruck und die Besucher des öffentlichen Publikumslaufs im Brucker Eisstadion werden auch in Zukunft ihre sportliche Freizeitbeschäftigung unter freiem Himmel abhalten. Am 19. November erhielt der Antrag von Stadtrat Klaus Zieglmeier (BBV), eine Trainingshalle in Leichtbauweise südlich der Schöngeisinger Straße zu errichten, vom Sportausschuss des Brucker Stadtrats keine Mehrheit.

Auch der Antrag von SPD-Fraktionssprecher Axel Lämmle, die kostengünstigere Variante, eine Überdachung der Freifläche des Eisstadions von der Verwaltung prüfen zu lassen, wurde mit acht zu sieben Stimmen abgelehnt. Am aussichtsreichsten erscheint der Bau einer Eishalle im Fliegerhorst. Der kann allerdings noch Jahre dauern. 

Entsprechend enttäuscht vom Ausgang der Sitzung zeigten sich EVF-Präsidentin Gabi Pannek, ihr Vize Werner Kaltenegger sowie Jugendleiter Matthias Bschorr, Schriftführer Stefan Melcher, Beisitzer Markus Pasterny und Eislauf-Abteilungsleiter Konrad Schober, die der Ausschuss-Sitzung als Zuhörer beiwohnten. „Es ist wirklich traurig, dass auch die Überdachung der Eisfläche keine Mehrheit erhielt“, meinte Pannek. „Die Überdachung hätte allen geholfen, dem ERCF, dem Publikumslauf und natürlich uns, dem EVF, mit seinen vielen Mannschaften. Wenigstens hätte der Ausschuss dem Antrag auf Prüfung durch die Verwaltung doch zustimmen können“, meinte Pannek. „Dann hätten wir noch hoffen können. Jetzt allerdings glaube ich, wird sich auf Jahre hinaus nichts tun. Wir können im dem hoffentlich bald aus der Taufe gehobenen Sportbeirat immer wieder nur unsere Forderung nach einer Eishalle bzw. einer Überdachung des Eisstadions stellen.“ 


Stadtrat Zieglmeier hatte die Errichtung einer Trainingshalle in Leichtbauweise mit 300 Zuschauerplätzen, zwei Umkleiden mit Duschen sowie die Integration eines Sportgeschäftes beantragt. Die vom BBV-Stadtrat bezifferten Kosten in Höhe von 1,4 Mio. Euro hält die Verwaltung jedoch für zu niedrig. Nach ihren Berechnungen würde eine Eishalle mindestens vier Mio. Euro kosten. Die müsste nämlich in Massivbauweise errichtet werden, um dem Lärmschutz zumindest einigermaßen zu garantieren. Bei der vorgeschlagenen Leichtbauweise müssten die Nutzungszeiten wegen des Lärmaufkommens stark einschränkt werden. Letztlich befürchten Stadt und Stadtwerke, dass die Anlieger sich gegen einen derartigen „Klotz“ an der Schöngeisinger Straße, die Halle würde 72 mal 36 Meter groß werden, zur Wehr setzen würden.


Der BBV-Stadtrat kritisierte das Schallschutzgutachten und erinnerte daran, dass der Sportarbeitskreis dem Bau einer Eishalle oberste Priorität eingeräumt hat. Im Übrigen könnte durch Vermietung von Flächen oder der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Hallendach die Kosten gesenkt werden. Nach Zieglmeiers Vorstellungen sollten die Stadtwerke die Eishalle betreiben. Doch schon in der Vergangenheit lehnten die Stadtwerke aus Kostengründen den Bau und die Betreibung einer Eishalle ab. Das vorhandene Hallen- und Freibad sowie Eisstadion verursache bereits jetzt schon ein jährliches Defizit von 2,3 Mio. Euro. 

Sportreferent Erich Raff (CSU) brachte den Fliegerhorst als neuen Standort für eine Eishalle  ins Spiel. Abgesehen davon, dass noch etliche Jahre ins Land gehen werden bis die Bundeswehr Fursty verlässt, müsste zunächst geklärt werden, welchen Betrag die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) für das Gelände fordert. Und dann kämen noch die Kosten für den Bau einer Eishalle hinzu.

Dieter Metzler 


Meistgelesene Artikel

Rauschende Ballnacht

Fürstenfeldbruck – Über 550 begeisterte Tänzer haben den Jahreswechsel zusammen mit der Heimatgilde „Die Brucker“ im ausverkauften Stadtsaal …
Rauschende Ballnacht

Mülleimer peppen Stadtbild auf

Fürstenfeldbruck – Schülerunternehmen „Royal Trashmasters“ verschönert in Zusammenarbeit mit der Stadt Abfallbehälter der Innenstadt mit …
Mülleimer peppen Stadtbild auf

Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Fürstenfeldbruck – Brucks 53-jähriger Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) ist nach Feststellung einer amtsärztlichen Untersuchung auf Dauer …
Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Kommentare