Zwei Einsätze an einem Abend – Brucker Feuerwehr löschte Kellerbrände und einen Mülltonnen-Brand am Drudenbogen – Eine Frau erlitt eine Rauchgasve ...

Verdacht auf vorsätzliche Brandlegung in Kellerabteilen eines Brucker Reihen-Hochhauses 

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Drei Kellerräume und ein Müllcontainer waren im Verlauf des Abends am 2. Juni in einem Reihen-Hochhaus am Drudenbogen in FFB in Brand geraten.

Fürstenfeldbruck – Zweimal ist die Brucker Feuerwehr am Montagabend, 2. Juni, wegen Kellerbränden in einem Reihen-Hochhaus am Drudenbogen ausgerückt.  Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord noch etwa 30 Personen in dem Gebäudekomplex. Sie wurden wegen der Rauchentwicklung vorsorglich evakuiert, insgesamt waren 132 Kräfte im Einsatz. Brandfahnder  haben ihre Arbeit aufgenommen. Die Kripo geht jetzt von "vorsätzlicher Brandlegung durch einen bislang Unbekannten" aus.

Ca. 20 Personen hielten sich noch in dem Gebäudekomplex auf, sie mussten wegen der Rauchentwicklung die Wohnungen verlassen.

Gegen 18.45 Uhr wurde die FFW Fürstenfeldbruck zum ersten Mal alarmiert, wegen eines Kleinbrandes im Keller.  In dem Reihenhochhaus mit den vier Eingängen war offenbar eine Plastikfolie in einem der Kellerabteile entzündet worden. Der zweite Anruf ging am späten Abend vor Mitternacht ein: Wieder war ein Brand in einem Kellerabteil gemeldet worden, wobei die Feuerwehrmänner auch noch einen Brand in einem Müllcontainer löschten. Am Brandort eingetroffen,  fanden die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr Fürstenfeldbruck einen stark verqualmten Keller in dem mehrteiligen Wohnblock vor.  Die Bewohner mussten wegen der mit den Schmorbränden verbundenen Rauchentwicklung  ihre Wohnungen  vorübergehend verlassen. Insgesamt kam es in drei Kellerabteilen und an der Mülltonne zu einem Brand. 

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord  am 3. Juni, 14.57 Uhr mitteilte,  hielten sich etwa 30 Personen zum Brandzeitpunkt in dem Gebäudeteil auf, sie  wurden von der Feuerwehr evakuiert. Eine 30-jährige Frau musste zur Behandlung in ein naheliegendes Krankenhaus verbracht werden, nachdem sie Rauchgase eingeatmet hatte. 

Weiter heißt es: "Wenige Stunden vor dem geschilderten Brand musste die Feuerwehr auch schon zu einem Kleinbrand in dem betreffenden Keller ausrücken. Gegen 18:45 Uhr war Rauchentwicklung festgestellt worden die, wie sich herausstellte, von einer brennenden Plastikfolie stammte. Zwar entstand hier nur minimaler Schaden, jedoch war ebenfalls eines der später ausgebrannten Kellerabteile betroffen. Die Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck haben am Dienstagvormittag die Untersuchungen am Brandort aufgenommen. Der entstandene Sachschaden muss nach erster Einschätzung auf ca. 50.000 Euro beziffert werden. Hinzu kommen Rußschäden, die sich auch auf das Treppenhaus des Gebäudes erstrecken. Aufgrund der mehrfachen Brandentstehung gehen die Brandfahnder von vorsätzlicher Brandlegung durch einen bislang Unbekannten aus. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Brandlegung geben können,  sollten sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 bei der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck melden." 

 Ergänzend der Bericht der  Fürstenfeldbrucker FFW:  Am Montag Abend gegen 22:40 Uhr wurde die Feuerwehr Fürstenfeldbruck zu einem Kellerbrand am Drudenbogen gerufen. Beim Eintreffen der Kräfte war eine starke Rauchentwicklung aus den Kellerräumen zu erkennen und auch die Treppenhäuser der Wohnblocks waren bereits mit Rauch gefüllt. Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz und die Evakuierung der Bewohner mussten gleichzeitig bewerkstelligt werden. Da weitere Atemschutzgeräteträger notwendig waren,  wurden die Feuerwehren Aich und Puch nach alarmiert. Von der Freiwilligen Feuerwehr Esting wurde die Drehleiter nachgezogen. Um die hohe Zahl an Evakuierten am Einsatzort betreuen und untersuchen zu können, war ein Großaufgebot an Rettungskräften notwendig. Der Rettungsdienst war unter anderem mit sieben Rettungswägen zwei Notarztfahrzeugen und dem Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr München vor Ort. Insgesamt waren 132 Kräfte von Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei mit der Abarbeitung des Einsatzes beschäftigt, so Pressesprecher und Vorsitzender der Feuerwehr Andreas Lohde. Die Polizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Da es am selben Abend um 18:45 Uhr am gleichen Ort schon einmal brannte und während des zweiten Einsatzes am Drudenbogen auch noch ein Müllcontainer zu brennen begann, ist der Anfangsverdacht der Brandstiftung gegeben. Für die Feuerwehr Fürstenfeldbruck endete der Einsatz um 2:30 Uhr.

Hedwig  Spies

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