Ehrgeiziges Ziel – Seit November 20111 entwickelten Landkreis FFB und die 23 Städte und Kommunen gemeinsam ein Klimaschutzkonzept

Bis 2030 vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien im Landkreis?

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(v. li.): Referent für Umwelt und Energie Max Keil, Dr. Alexa Zierl (Verein Ziel 21), Klimaschutzmanagerin Monika Beirer und Landrat Thomas Karmasin

Fürstenfeldbruck – Der Landkreis hat sich das energiepolitische Ziel gesetzt, eine vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Die Realisierung soll durch schrittweise Reduzierung des Energieverbrauchs, den Einsatz erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung aller regionalen Ressourcen erfolgen. Zur praktischen Umsetzung wurde im Jahre 2001 der Verein Ziel 21 gegründet. Seit November 2011 entwickelten Landkreis und die 23 Städte und Kommunen gemeinsam ein Klimaschutzkonzept, das im Oktober 2012 vorgestellt wurde.

Vor einem Jahr beschloss der Kreistag eine Stelle für eine Klimaschutzmanagerin einzurichten, um das Konzept weiter voranzubringen. Die Besetzung verzögerte sich jedoch, weil erst die Förderung durch das Bundesumweltministerium genehmigt werden musste, erklärte Landrat Thomas Karmasin bei der Pressekonferenz am 9. Januar im Landratsamt. 

Zu Jahresbeginn hat Monika Beirer ihren Dienstposten antreten können. In den nächsten drei Jahren wird es ihre Aufgabe sein, die Maßnahmen und Projekte aus dem Klimaschutzkonzept umzusetzen und somit die Energiewende im Landkreis weiter voranzubringen. An der Vorstellung nahmen auch Kreisrat und Kreistagsreferent für Umwelt und Energie, Max Keil, sowie die erste Vorsitzende von Ziel 21, Dr. Alexa Zierl, und Eva Jaeger von der Bauleitung des Landratsamtes teil. Die 28-jährige Beirer ist in München geboren und aufgewachsen und hat 2013 ihren Master an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Department für Geografie, Masterstudiengang „Soziale Systeme und Nachhaltigkeit – Monitoring, Modellierung und Management“ erfolgreich abgeschlossen. Erste berufliche Erfahrung sammelte Breier während eines Praktikums im Stab der Referatsleitung für Gesundheit und Umwelt in München. Dort war sie insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit und die Aufbereitung von Fachinformationen zuständig. „Ich hoffe, dass wir mit der Einrichtung des Klimaschutzmanagements auf dem Weg zur Energiewende wieder ein Stück weiter kommen und wünsche der neuen Klimaschutzmanagerin für ihre vielfältigen Aufgaben viel Erfolg“, sagte Landrat Karmasin.

 Das vom Landkreis und den Kommunen erstellte Konzept besteht aus zwei Themenschwerpunkten: „Stationäre Strom- und Wärmeversorgung“ und „Entwicklung von Verkehr und Siedlung“. Seit Abschluss des Konzeptes wurde bereits mit der Umsetzung dringlicher Maßnahmen begonnen, wie etwa deutliche Verbesserungen im Busverkehr und die Beteiligung des Landkreises an der Konzeptstudie „Radschnellwege im Münchner Umland“. Mit der Einrichtung des Klimaschutzmanagements können die Tätigkeiten und Aktivitäten nun noch besser vernetzt und koordiniert sowie weitere Maßnahmen umgesetzt werden. „Im Landkreis ist bereits viel passiert in Sachen Klimaschutz“, sagte Beirer. „Der Klimaschutz ist eine wichtige und breitgefächerte Aufgabe.“

 Dieter Metzler

 

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