Brigadegeneral (BG) Michael Traut löst nach gut vier Jahren BG Bernhardt Schlaak ab

Kommandoübergabe bei der Luftwaffe

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Die traditionelle Übergabe der Truppenfahne vom ehemaligen Kommandeur, BG Schlaak (li.) an den neuen Kommandeur, BG Traut (re.) durch BG Gschoßman

Fürstenfeldbruck – Brigadegeneral (BG) Michael Traut heißt seit dem 21. September der neue Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw). Der gebürtige Tübinger löst nach gut vier Jahren Brigadegeneral Bernhardt Schlaak ab, der als Vice Chairman zum Air and Missle Defence Committee ins NATO-Hauptquartier nach Brüssel wechselt.

An der feierlichen Kommandoübergabe durch den Kommandeur Bodengebundene Verbände, Brigadegeneral Michael Gschoßmann, nahmen auf dem Air Force Platz im Brucker Fliegerhorst neben den Angehörigen der OSLw auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil. Der Landkreis wurde von Landrat Thomas Karmasin, die Stadt von Dritter Bürgermeisterin Karin Geißler vertreten. Auch die Vizepräsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els, sowie die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, wohnten dem militärischen Appell bei, der musikalisch vom Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen begleitet wurde. „Ich bin stolz, Kommandeur dieser Schule gewesen zu sein. Ich melde mich ab“, mit diesen Worten beendete BG Schlaak seine letzte Rede als „Chef“ der OSLw. Er verlasse nach 1650 Tagen Fürstenfeldbruck mit der Überzeugung, er habe viel gelernt über den Beruf, über das Soldat sein, über Menschen mit und ohne Uniform und letztlich über sich selbst.

 BG Gschoßmann stellte den scheidenden Kommandeur als einen Offizier mit klaren Vorstellungen und Idealen dar, ein Soldat, der Neuerungen gegenüber aufgeschlossen und immer gesprächsbereit war. Eigenschaften, die gerade in der Erziehung des Offiziernachwuchses von besonderer Bedeutung seien. Er habe dazu beigetragen, dass die Offizierausbildung von elf auf sieben Monate gestrafft wurde. Schlaak habe die Segelflugausbildung eingeführt und erstmals für die Bundeswehr an der OSLw das Konzept der Kompetenzorientierten Ausbildung erfolgreich erprobt. Er führte die „Aktuelle Stunde“ ein. Dazu stellte sich der Kommandeur monatlich dem Stammpersonal und den Lehrgangsteilnehmern zum direkten Dialog. Die sei ein Musterbeispiel gelebter Innerer Führung, so Gschoßmann. Bemerkenswert nannte Gschoßmann den Besuch einer knapp hundertköpfigen Delegation mit zahlreichen Generalen aus dem Reich der Mitte, der zweifellos einen Höhepunkt der vielen ausländischen Besucher darstellte. Nach Auflösung des Kommandos 1. Luftwaffendivision habe er den „Job“ als Standortältester übernommen. Highlight in dieser Funktion war die Beantwortung der Anfrage der Regierung von Oberbayern zur Unterbringung von Flüchtlingen. In Rekordzeit habe BG Schlaak dabei geeignete Gebäude abgegeben und ausgezäunt und somit eine wichtige Hilfe zur Bewältigung der Flüchtlingsströme geleistet. Er habe nicht die geringsten Zweifel, so BG Gschoßmann, dass BG Traut den Aufgaben als Kommandeur der OSLw gerecht werde, stellte der Kommandeur Bodengebundene Verbände Schlaaks Nachfolger vor. Er sei durch eine Vielzahl von Führungs- und Generalstabsverwendungen vorzüglich vorbereitet. Bereits 1984/85 weilte Traut in Fursty, als er den 52. Offizierlehrgang besuchte. Nach erfolgreichem Informatikstudium wurde er Radarleitoffizier. In der Truppe überzeugte er als Jägerleit- und Luftlageoffizier, als Master Controller und Kommandeur des Einsatzbereichs in Aurich. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz als Kommodore des Einsatzgeschwaders Mazar-e-Sharif in Afghanistan.

Unter seiner Führung stand der Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan. Zuletzt als Leiter der Abteilung Ausbildung Streitkräfte in Bonn ist BG Traut nahezu ein ausgewiesener Ausbildungs-Insider, so Gschoßmann. Dass er heute hier stehe, so BG Michael Traut, entbehre jeglicher Vorstellungskraft. Vor 31 Jahren stand er schon einmal auf diesem Appellplatz. „Ich freue mich, dass eine Reihe von Entscheidungsträgern der Ansicht sind, dass man dem Michael Traut diese Offizierschule anvertrauen kann.“ Er sei dankbar dafür und werde alles in seinen Möglichkeiten Stehende tun, um diese hohen Erwartungen gerecht zu werden. „Ich bin sehr stolz, zur Offizierschule der Luftwaffe zu gehören.“ In Anschluss an die militärische Parade, die mit der Übergabe der Truppenfahne, der bayern- und Nationalhymne ausklang, fand für die geladenen Gäste ein Empfang im Offizierheim statt.

Dieter Metzler

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