Kommunalwahlen 2014 werfen ihre Schatten voraus - CSU-Mitgliederversammlung beschäftigt sich mit OB-Kandidatur

Durchwegs die gleiche Mannschaft führt auch in den nächsten zwei Jahren die Brucker CSU: Vorstand mit dem 13 Beisitzern.Foto: Dieter Metzler

Die Mitglieder-Jahresversammlung der Brucker CSU am 17. Februar im Säulensaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld stand schon jetzt ganz im Zeichen der erst im Jahre 2014 stattfindenden Kommunalwahlen. So trat der Ortsvorsitzende Michael Piscitelli sein Amt an Brucks zweiten Bürgermeister Johann Schilling ab, um sich, wie er sagte, nicht einen zusätzlichen Vorteil zu verschaffen beim parteiinternen Bewerberringen um die OB-Kandidatur. Neben Piscitelli wollen sich auch die beiden Stadtrats-Kollegen Andreas Lohde und Markus Droth um den OB-Stuhl im Brucker Rathaus bewerben. Im Spätsommer 2012 wird die CSU entscheiden, mit welchem Kandidaten sie in den Wahlkampf ziehen wird.

Der 54-jährige Schilling, der vor Piscitelli bereits von 1999 bis 2007 Brucker CSU-Chef war, erklärte bei seiner erneuten Wahl zum Ortsvorsitzenden vor den 74 anwesenden Mitgliedern dagegen erstmals öffentlich, dass für ihn eine OB-Bewerbung aus Altersgründen nicht mehr infrage komme. Nachdem es auch bei der Wahl für die weiteren Vorstandsmitglieder keine Gegenkandidaten gab, besaß Wahlleiter Klaus-Peter Ernst leichtes Spiel. Alle wurden in ihren Ämtern bestätigt: Andreas Lohde und Dieter Roiger als Schillings Stellvertreter, Manfred Hollenbach als Schatzmeister und Heike Gstattenbauer als Schriftführerin. Piscitelli gehört als weiterer Stellvertreter erneut dem geschäftsführenden Vorstand an. Zur erweiterten Vorstandschaft wurden als Beisitzer gewählt: Herwig Bahner, Markus Droth, Stefan Engelschall, Peter und Thomas Glockzin, Rene Halter, Dr. Georg Jakobs, Horst Jirgl, Dieter Pimiskern, Gabriele Sohr, Katharina Teipel, Klaus Trnka und Mike Trommer. Von Schatzmeister Manfred Hollenbach erfuhren die Anwesenden, dass die Parteikasse der 352 Mitglieder ein Plus von rund 11.000 Euro enthalte. Das sei allerdings im Hinblick auf die Kommunalwahlen kein großartiges Polster, richtete Wahlleiter Klaus-Peter Ernst an die Versammlung die Bitte, den Mindestbeitrag von 62 Euro freiwillig aufzustocken. Von den 62 Euro würden dem Ortsverband nur elf Euro bleiben, rechnete Ernst vor. Darüberhinausgehende Beträge würden jedoch dem Ortsverband in voller Höhe erhalten bleiben. Bevor OB Sepp Kellerer in seinem Bericht als kommunaler Mandatsträger der CSU auf aktuelle kommunale Themen wie die angespannte Finanzsituation der Stadt durch wegbrechende Steuereinnahmen, den Ausbau der Kindertagesstätten und Schulen, die Umgestaltung des Viehmarktplatzes sowie auf den viergleisigen Ausbau der S-Bahnstrecke und den behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs Buchenau einging, hob er die gute Harmonie zwischen dem Ortsverband und der Stadtratsfraktion hervor. Gemeinsam habe man viel erreicht, sagte Kellerer und dankte dafür dem langjährigen Fraktionsvorsitzenden Herwig Bahner. Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt sagte anschließend ihre Unterstützung beim Bahnhof Buchenau zu. Zur Zukunft des Fliegerhorstes meinte sie, dass mit einer Entscheidung wohl im Sommer zu rechnen sei. Positiv sei, dass sich die Stadt stets zu Fursty bekannt habe. Im Verteidigungsministerium sei ein großes Verständnis vorhanden, den Standort zu erhalten, informierte Hasselfeldt. Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern könne man in Deutschland mit der wirtschaftlichen Entwicklung nach der Wirtschaftskrise hochzufrieden sein, meinte die Bundestagsvizepräsidentin. Das bedeute aber nicht, dass man sich nun zurückzulehnen könne. Die Hartz IV-Diskussion entbehre ihrer Meinung nach längst jeglicher Sachlichkeit. Es müsse gewährleistet sein, dass sich Arbeit noch lohne. Zur Diskussion über die Abschaffung der Gewerbesteuer meinte Hasselfeldt, es werde nicht über die „Köpfe der Kommunen“ entschieden.

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