21. Regenbogenfahrt führt Radler durch Fürstenfeldbruck 

Mutmach-Tour für krebskranke Kinder mit Empfang im Rathaus FFB 

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Bei der 21. Regenbogentour legten die 45 Teilnehmer einen Zwischenstopp in FFB ein

Fürstenfeldbruck – Der 6. Etappentag am 22. August führte die „Regenbogenradler“ von Augsburg nach München, mit Zwischenstopp in der Kreisstadt. Sie alle waren im Kindes- und Jugendalter an Krebs erkrankt und radeln die rund 600 km Strecke von Würzburg bis Salzburg  in einer Woche – um anderen Betroffenen Mut zu machen. Oberbürgermeister Sepp Kellerer bereitete den Teilnehmern einen herzlichen Empfang mit Schinken-Käse Croissants, Getränken und einer netten Begrüßungsrede. Dabei drückte er seinen großen Respekt für die Gruppe aus und ließ es sich nicht nehmen, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten den Besuchern näherzubringen.

Die Regenbogenfahrt jährt sich 2013 zum 21. Mal. Die Aktion der deutschen Kinderkrebsstiftung fand erstmals 1993 von Hannover nach Dresden statt mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern zu sensibilisieren und auf die mittlerweile guten Heilungschancen hinzuweisen. Denn Angst und Unsicherheit sind immer noch die häufigsten Begleiter bei Krebs. Mit der diesjährigen Route von Würzburg nach Salzburg geht es erstmals auch nach Österreich. Unterwegs werden die Radfahrer, die alle selbst in ihrer Kindheit eine lebensbedrohliche Krebserkrankung besiegt haben, neun kinderonkologische Kliniken besuchen.

„Wir haben es geschafft – ihr könnt es auch schaffen“ Das ist die Botschaft, die die Regenbogenfahrer anderen Erkrankten vermitteln möchten. Obwohl mehr als drei Viertel aller erkrankten Kinder heute geheilt werden können, ist die Diagnose Krebs ein schwerer Schock. Langwierige Therapien und eine ständige Unsicherheit stellen für die Familien eine große Belastung dar. 

Die Teilnehmer der Tour erzählen von ihrem Schicksal, dem erfolgreichen Kampf gegen die Krankheit und machen deutlich: „Es lohnt sich zu kämpfen, das Leben geht weiter“. Dass sie wieder topfit sind, beweisen sie mit ihrer Teilnahme an der Radtour. So wie die 20jährige Nicola, die zum zweiten Mal bei der Regenbogenfahrt teilnimmt. Sie erkrankte vor 11 Jahren das erste Mal an Leukämie. „Bei mir reichte die Chemotherapie nicht aus, so dass der Blutkrebs noch zweimal zurückkam“, erzählt sie. Erst eine erfolgreiche Knochenmarkstransplantation rettete ihr das Leben. Das war vor sechs Jahren, seitdem ist sie gesund. „Anfangs hatte ich schon Angst, dass ich wieder krank werde. Aber nach fünf Jahren kann man sich relativ sicher sein, dass nichts mehr kommt“, sagt Nicola. Jetzt treibt sie wieder Sport und ist glücklich dabei. Sie könnte zwar trainierter sein, meint sie, aber sie freut sich trotzdem, dabei zu sein. Der Zusammenhalt in der Gruppe habe sie immer wieder bestärkt. „Man ist stolz auf sich selber, wenn man eine Etappe geschafft hat.“

Nach Stärkung und kurzer Verschnaufpause ging es für die 45 Regenbogenfahrer weiter nach München. Zum Abschied überreichte das Team Sepp Kellerer einen „Mutmacher“, ein Gruppenfoto aller Teilnehmer der diesjährigen Regenbogenfahrt, die unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer steht.

Die Regenbogenfahrt wurde 2012 von der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“ als eines von 365 herausragenden Projekten in Deutschland geehrt und gewann darüber hinaus auch den Publikumspreis des renommierten Wettbewerbs, der jedes Jahr zukunftsweisende Ideen und Projekte in Deutschland auszeichnet.

Nicole Burk

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