Das Hochwasser im vergangenen Jahr verursachte 1500 zusätzliche Einsätze – Versammlung in Landsberied

Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes

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Besonders begrüßten der Kreisvorsitzende (li.) Hubert Stefan und sein Stellvertreter (re.) Hans Hintersberger den Ehrenvorsitzenden Hans-Dieter Wurm. 

Landsberied – Das Hochwasser im Juni des vergangenen Jahres habe die Hilfeleistungen der Feuerwehren im Landkreis zu ca. 1.500 zusätzlichen Einsätzen gerufen, berichtete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Fürstenfeldbruck, Kreisbrandrat Hubert Stefan, bei der Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes am 3. Juni im Landsberieder Gasthaus „Zum Dorfwirt“.

Durch diese besondere Herausforderung haben die Feuerwehren mit 4.004 Einsätzen erstmals die Marke von über 4.000 überschritten. Im Vergleich dazu rückten die Feuerwehren im Jahr 2012 insgesamt 2.838-mal aus. Das bedeutete eine Zunahme der Einsätze von 1.166 (29,1 Prozent). Bewährt haben sich bei diesen Einsätzen das Notfall-Lager des Landkreises in Eichenau und die Kreiseinsatzzentrale mit ihrem ehrenamtlichen Personal ebenso wie die Einsatzkonzepte, die von der Kreisbrandinspektion zur Bewältigung von solchen großflächigen Schadenslagen aufgestellt wurden.

 533-mal wurden die Feuerwehren zu Brandeinsätzen gerufen, berichtete Stefan. Eine Reihe von Großbränden wie ein Wohnungsbrand in Mammendorf, der Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in Adelshofen kurz vor Weihnachten sowie das Feuer in einem Trachtengeschäft in Germering beschäftigten die Feuerwehren besonders. Zu technischen Hilfeleistungen rückten die Feuerwehren 2.875-mal aus, 231-mal stellten sie Sicherheitswachen, deutlich zurückgegangen sind die Fehlalarme von 232 (2012) auf 140 (2013), ebenso wie die Ersteinsätze (First Responder) von 366 (2012) auf 225 (2013). Der Kreisfeuerwehrverband zählt 6.013 Mitglieder, teilte Stefan mit. Darunter fallen 2.237 aktive Einsatzkräfte (über 18 Jahre) 268 Jugendliche (zw. 12 und 18 Jahren) sowie 140 weibliche Einsatzkräfte und 121 Ehrenmitglieder. In den letzten 15 Jahren sei die Zahl der Einsatzkräfte stabil geblieben, informierte Stefan. Das komme nicht von ungefähr, so der Kreisbrandrat. Neben einer optimalen Ausrüstung habe sich bei den Einsätzen immer wieder gezeigt, wie wichtig vor allem gut ausgebildetes Personal sei, ging Hubert Stefan auf die Ausbildung ein. 

Vertreter aller 52 Feuerwehren sowie Vertreter anderer Hilfs- und Rettungs-Organisationen aus dem Landkreis waren zur Vollversammlung erschienen

In den verschiedenen Lehrgängen des Kreisfeuerwehrverbandes wurden 2013 insgesamt 1.034 Einsatzkräfte ausgebildet. Zusätzliche Ausbildungsveranstaltungen sind die Übungssamstage an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried, die Teilnahme am Fahrsicherheitstraining der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, die Unterweisungen durch die Deutsche Bahn in Steinhausen und die Ausbildung im Sondersignal-Fahrt-Trainer, die von der Versicherungskammer Bayern und vom Innenministerium finanziert wird. Mit all diesen Lehrgängen sei gewährleistet, dass sich die Ausbildung der Einsatzkräfte auf einem hohen Niveau befinde, so Stefan, der aber mit Kritik an den Schulungsmöglichkeiten „die uns von oben geboten werden“ nicht sparte. „Wenn wir uns nicht selbst helfen würden, könnten wir diesen hohen Ausbildungsstand nicht haben:“ Der stellvertretende Vorsitzende des oberbayerischen Bezirks-Feuerwehrverbandes, Rüdiger Sobotta, pflichtete in seinem Grußwort Stefan bei. Würden sich die Feuerwehrverbände allein auf das Innenministerium und den nachgeordneten Bereich verlassen, dann „wären sie ganz schön allein gelassen.“ Die Beschaffung der neuen Digitalfunkgeräte werde von den Beschaffern der Kommunen eingeleitet, teilte Stefan mit, und Kreisbrandmeister Michael Ott berichtete, dass die Schulung von ca. 2.000 Einsatzkräften. Der Probebetrieb mit Leihgeräten sei ein voller Erfolg gewesen. Eine weitere Info-Veranstaltung für die Feuerwehren findet am 25. Juni statt. Zum Ende der Veranstaltung teilte Stefan noch mit, dass zukünftig von allen ehrenamtlichen Ausbildern, die Kinder und Jugendliche betreuen, zum Schutz vor sexuellem Missbrauch ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werden wird. 

Dieter Metzler

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