Der Egenhofener wurde von Landrat Thomas Karmasin ebenso für eine weitere Wahlperiode bestellt wie sein Stellvertreter Andreas Rauch aus Germering ...

Rainer Grüter weiterhin Kreisjagdberater

+
Landrat Thomas Karmasin (4. v. l.) mit Kreisjagdberater Rainer Grüter (2. v. r.), seinem Stellvertreter Andreas Rauch (r.) und den Jagdbeiräten (v.l.) Marcus Drexl, Gerhard von Hößlin, Eugen Bachhuber, Peter Hofner und Ludwig Märkl.

Fürstenfeldbruck – Der Kreisjagdberater im Landkreis Fürstenfeldbruck heißt auch in den kommenden fünf Jahren Rainer Grüter. Der Egenhofener wurde von Landrat Thomas Karmasin ebenso für eine weitere Wahlperiode bestellt wie sein Stellvertreter Andreas Rauch aus Germering und weite Teile des Jagdbeirates. Hauptaufgabe von Grüter und dem Beirat ist die Vermittlung zwischen Jägern und Grundbesitzern, wenn es zu Wildschäden gekommen ist – also wenn entweder Rehwild Jungpflanzen verbissen oder Wildschweine Wiesen und Äcker umgegraben haben.  

 

 Darüber hinaus unterstützt Grüter die Untere Jagdbehörde im Landratsamt. Dass er dort mit Hans Betz einen Praktiker als Ansprechpartner hat, begrüßt Grüter. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Am Rande der Berufung durch Landrat Karmasin monierte Gerhard von Hößlin von der Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) die teuren Trichinen- und Strahlungstests. Die Untersuchung des Schwarzwildes auf die Fadenwürmer und eine etwaige Strahlenbelastung kostet pro Tier knapp 30 Euro. „Bei einem kleinen Schwein mit 20 Kilo ist das nicht mehr rentabel“, sagte von Hößlin. Karmasin sagte zu, dass er einen Termin mit Jägern, Kreisbehörde und Schlachthof in die Wege leiten will. „Vielleicht können wir die Abläufe beim Trichinentest optimieren, so dass er etwas günstiger wird“, sagte der Chef des Landratsamtes. Auch werde er sich mit Betz darüber unterhalten, ob die Erstellung der Abschussplanung etwas vereinfacht werden kann. Das hatte Forstamtsleiter Hans-Jürgen Gulder angeregt.

Landrat Thomas Karmasin (5. v. r.) hat Kreisjagdberater Rainer Grüter (r.) und in weiten Teilen auch den Jagdbeirat mitsamt Stellvertretern im Amt bestätigt.

 Bei den Jägern stieß er damit nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. So befürchtete von Hößlin, dass das Forstamt die Aufgabe der Unteren Jagdbehörde an sich reißen wolle, was nicht im Sinne der Gewaltenteilung sei. Dem widersprach Gulder jedoch eindeutig: „Mir geht es nur um etwas mehr Effizienz.“ Der Zahlenwust, der derzeit für die Erstellung des Abschussplans nötig sei, „ist grotesk, ein Witz und eine Farce.“ Rauch erklärte, dass er zumindest etwas mehr Flexibilität bei den Abschüssen begrüßen würde. Grüter geht in seine dritte Amtszeit als Jagdberater. Zuvor war er außerdem schon als Stellvertreter tätig. Im Beirat stehen ihm die erneut berufenen Marcus Drexl (Vertreter des Bauernverbandes BBV), Ludwig Märkl (Vertreter der Jagdgenossenschaft), Gerhard von Hößlin (BJV) und Eugen Bachhuber (Vertreter des Bund Naturschutzes BN), sowie der neu ernannte Peter Hofner (Vertreter der Waldbesitzer WBV) zur Seite. Als Stellvertreter im Beirat wurden berufen: Ludwig Huber (BBV), Christian Metzger (Jagdgenossenschaft), Hans Weiß (BJV), Ursula Anlauf (BN) und Markus Friedinger (WBV).

Andreas Daschner

 

Meistgelesene Artikel

Nach Abriss folgt Aufbau

Fürstenfeldbruck – Ein bedeutendes Schulbauprojekt des Landkreises Fürstenfeldbruck ist einen wesentlichen Schritt vorangekommen: Schulleiterin und …
Nach Abriss folgt Aufbau

Gegen das rasche Wachstum

Fürstenfeldbruck/Landkreis – Der Landkreis will sich nicht dem Siedlungsdruck aus der Landeshauptstadt München beugen. Maximal ein Prozent soll das …
Gegen das rasche Wachstum

Überfall auf Schreibwarenladen

Germering - Zwei unbekannte, vermummte Männer tauchten am Mittwoch, 23. November, gegen 17 Uhr in einem Schreibwarenladen in der Friedenstraße auf …
Überfall auf Schreibwarenladen

Kommentare