Kunstausstellung der KREOS bis 10. Juni in der Sparkasse FFB

Kreative Ortler zeigen Werke

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Mertz
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Niosi - Exodus
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Niosi - Exodus
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Niosis - Exodus
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Pschke - Drehmoment
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Paschke - Teilbild links in Gedanken.
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Saatze - Afrikanerin
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Saatze - Flucht.

Fürstenfeldbruck  - Am 12.05.2016 haben die KREOS in den Räumen der Sparkasse in Fürstenfeldbruck ihre Ausstellung (diese ist bis 10. Juni zu sehen) eröffnet. An diesem Tag vor 95 Jahren wurde der Künstler Josef Beuys (1921 -1986) geboren, worauf Dirk Hogen der Sprecher der Sparkasse in seiner Eröffnungsrede besonders hinwies. Für die Gruppe, die auch als Kreative Ortler bekannt ist, ein nicht unerheblicher Zufall, denn gerade die „Soziale Plastik“ von Beuys, ein visionäres Synonym für das verantwortungsvolle, soziokulturelle Zusammenwirken kreativer Menschen in der Gesellschaft, stellt ein Leitbild der Arbeitsgemeinschaft dar, die aus dem Gedanken der Dorferneuerung in Puchheim Mitte der 90er Jahre entstand.  

 

Die Ausstellung hat kein übergreifendes Thema, dafür aber präsentiert jeder Künstler sein eigenes Interessensthema, das über Jahre hinweg entstanden oder erst kürzlich entwickelt oder auch als Work in Progress in Erscheinung tritt. Daraus ergeben hat sich eine vielfältige Werkschau mit 36 Exponaten, sozusagen ein kleiner Einblick ins aufgeräumte Atelier. Entstanden sind u.a. miteinander korrespondierende Bildreihen zur Gegenwart, beginnend mit drei Exodus Darstellungen (Atonio Niosi) in eigenständiger Formfindung, daran anschließend Bilder zur humanitären Hilfe in der Dritten Welt und zur gegenwärtigen Flüchtlingsproblematik in Europa (Barbara Saatze), dazu in scharfem Kontrast daneben die für uns allgegenwärtige geordnete, sichere Parallelwelt des Westens mit einem spannungsreichen Moment zwischen Mutter und Tochter (Hariet Paschke, Work in Progress). Die Thematik in der großformatigen, schwarz-weiß Fotografie (Zeljko Nedic) der Bavaria in München, gegossen u.a. von dem mit Fürstenfeldbruck verbundenen Erzgießer Ferdinand Miller, ist im Visuellen angesiedelt, in der überraschenden Spiegelung des Monuments im regennassen Asphalt und in den Pfützen der Theresienwiese. Visuell zu sehen, ist auch die Reihung eiszeitlicher Hirschköpfe(Hariet Paschke), die bei ruhigem, genauem Hinsehen das Erlebnis des Drehmoments von der Bildfläche zum Bildraum bietet.

Die kleinformatigen Landschaftsbilder (Tim Holmes) mit Ortstypik sind klar eine Anspielung auf die große Sammlung an Landschaftsbildern von Brucker Malern, die sich im Besitz der Sparkasse befindet, sollen aber auch eine Liebeserklärung an die Bayerische Landschaft und das freie Malen mit Pinsel und Farbe sein. Subjektive Vorlieben zeigen ebenso die fokusierten Baumdarstellungen (Inge Wölfinger), die drei kategorisierten, großformatigen Frauendarstellungen (Tilly Mertz) und der großformatige Farbenrausch (Elke Lameth) mit seinen speziellen Farbmodellen. Den Eingriff gesellschaftspolitscher Wendepunkte ins eigene Leben dokumentiert in Hinterglasbildern Karin von Bothmer. Während drei Steinskulpturen (Hermann Weinig) Zwischenmenschliches festhalten, lässt Franz Werschnik ein verfallendes Schiff noch einmal in den schönsten Farben aufglühen. In Schönheit sterben.

 Wie immer begleitet Luise Maier mit ihrer oft skizzenhaften, prägnanten Prosalyrik die Ausstellung. Ihre Texte sind zwischen den Bildern eingestreut. Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni in den Austellungsräumen der Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck, Hauptstraße 8, zu den Geschäftsöffnungszeiten zu sehen.

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