Die Liquidatoren der Unteroffiziervereinigung FFB  überreichten Landesgeschäftsführer Gerd Krause im Beisein des Bezirksgeschäftsführers  im Flieg ...

10 000 Euro-Spende für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge

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Die symbolische Scheckübergabe (v. li.): Bezirks-Geschäftsführer Jörg Raab, Reservistenbeauftragter Stabsfeldwebel a.D. Peter Heuer, Landesgeschäftsführer Gerd Krause, die drei Liquidatoren der Uffz-Vereinigung, Felix Hirt, Theo Fischer und Ralf Krieger.

Fürstenfeldbruck – Der Landesgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Gerd Krause, kann sich nicht erinnern, jemals von einem Verein eine höhere Einzelspende in Empfang genommen zu haben. Umso größer war die Freude, als er von den Liquidatoren der Unteroffiziervereinigung Fürstenfeldbruck zusammen mit seinem Bezirksgeschäftsführer Jörg Raab am 8. Juni im Brucker Fliegerhorst eine Spende in Höhe von 10.000 Euro erhielt. 

 Der Reservistenbeauftragte am Standort, Stabsfeldwebel a. D. Peter Heuer, selbst Mitglied im Uffz-Club, hatte im vergangenen Frühjahr, als bekannt wurde, dass die Uffz-Vereinigung zum Jahresende aufgelöst wird, einen entsprechenden Vorstoß unternommen. „Als ich vom Vorsitzenden Felix Hirt die Summe erfuhr, da hat es mich fast vom Hocker gehauen“, erzählte Heuer überwältig. Er hatte insgeheim mit 1.000 Euro gerechnet, aber niemals mit einer solch hohen Summe. „Für uns war klar, dass wir den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit einer größeren Summe bedenken“, sagte der letzte amtierende Uffz-Club-Vorsitzende Felix Hirt bei der Scheckübergabe. 

Die Unteroffiziere hatten bei einer ihrer Versammlungen einstimmig beschlossen, im Falle der Auflösung der Vereinigung das Vermögen an soziale und karikative Einrichtungen zu verschenken. Dazu hatten die Clubmitglieder vor längerer Zeit in einer Hauptversammlung die Satzung geändert. „Wir werden aber nicht nur soldatische Einrichtungen wie das Soldatenhilfswerk, sondern auch soziale Projekte in der Region unterstützen“, informierte Hirt. So habe man beispielsweise erst unlängst die Togo-Hilfe in Maisach mit einer Spende bedacht. Mit der Spende in Höhe von 10.000 Euro wolle man die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterstützen, so Hirt. „Die Kriegsgräber müssen als Mahnung zum Frieden erhalten bleiben. Bei der jüngeren Generation gerät das immer mehr in Vergessenheit.“ Der Landesvorsitzende Gerd Krause erinnerte in seiner Dankrede an den 8. Mai und dass nach 70 Jahren nach Kriegsende die Arbeit des Volksbundes noch lange nicht vorbei sei. Seit 1990 habe der Volksbund 820.000 Gefallene geborgen und umgebettet, jährlich seien es immer noch 30.000 Gefallene. Das sei wichtig für die Angehörigen, denn Trauer benötige einen Ort. „Die Kriegsgräberfürsorge ist kein Selbstzweck“, sagte Krause, „sondern eine zutiefst humanitäre Aufgabe, die der Volksbund im Namen der Bundesregierung in hoheitlichem Auftrag erfüllt. Sie ist Verpflichtung nach dem humanitären Völkerrecht. Aber sie ist noch viel mehr: Kriegsgräberfürsorge ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, welche die Hinterbliebenen und Angehörigen der Kriegstoten, heute sind es weitgehend die Kinder und Enkel, in ihrer persönlichen Trauer begleitet.“ 

Derzeit erhält der 1919 ins Leben gerufene Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2,6 Millionen Kriegsgräber auf 832 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern Europas und in Nordafrika. In Osteuropa wurden nach dem Zerfall der Sowjetunion 82 Sammelfriedhöfe neu errichtet und dabei rund 820.000 Kriegstote umgebettet. Mit Spenden wird geholfen, die deutschen Kriegsgräber als Mahnung zum Frieden zu erhalten und die Versöhnungs- und Friedensarbeit des Volksbundes im Bereich der Schul-, Jugend und Bildungsarbeit zu unterstützen. In Deutschland übernimmt der Volksbund diese Aufgaben und finanziert diese zu 75 Prozent aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. In anderen Staaten sind amtliche Stellen mit der Kriegsgräberfürsorge betraut. Damit erfüllt der Volksbund eine öffentliche Aufgabe für das Land. 

Dieter Metzler

 

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