Zum Schutz vor Vogelgrippe

Türkenfelder Geflügel muss in Ställe

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Damit sie sich nicht anstecken, müssen Türkenfelder Geflügel in Ställe.

Türkenfeld – Das Landratsamt ordnete mit einer am 17. November in Kraft getretenden Allgemeinverfügung die Aufstallung von Geflügel in Haltungen im südöstlichen Teil der Gemeinde Türkenfeld mit den Ortsteilen Burgholz und Zankenhausen an.

Das bedeutet, dass jeder, der Geflügel hält, dieses in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung unterzubringen hat, in der durch Schutzmaßnahmen Einträge von oben und das Eindringen von Wildvögeln von der Seite verhindert werden.

In diesem Gebiet müssen die sechs Geflügelhalter ihre etwa 70 Tiere vorübergehend in Ställe unterbringen

Aufgrund der derzeitigen Gefährdungssituation wird die Aufstallung momentan nur im Umgriff des Ammersees angeordnet. Von einer Drei-Kilometer-Schutzzone um den Ammersee ist auch der Landkreis Fürstenfeldbruck mit dem angegebenen Bereich betroffen. In dem Bereich befinden sich sechs Geflügelhalter mit etwa 70 Tieren.

Die Halter wurden vom Landratsamt über die Maßnahme informiert. In zeitlich kurzen Abständen wird das Risiko regelmäßig neu bewertet.

Grund für die getroffenen Maßnahmen war eine am 11. November gefundene Seeschwalbe in Breitenbrunn, Landkreis Starnberg, bei der das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am 14. November das Virus der Geflügelpest nachgewiesen hat. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) schätzt das Risiko des Eintrags von Geflügelpest in Hausgeflügelbestände über Wildvögel bundesweit als hoch ein.

Das Institut empfiehlt daher strenge Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügel-betrieben sowie eine risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung von Geflügel in Regionen mit hoher Wildvogeldichte und in der Nähe von Wildvogelrast- und Sammelplätzen.

Der benachbarte Ammersee als drittgrößter See Bayerns bietet mit seinen Schilf- und Uferbereichen einen Sammel-, Rast- oder Brutort für zahlreiche Wasservögel verschiedener Arten und stellt daher gerade in Zeiten des Vogelzugs ein Risikogebiet für die Einschleppung von Tierkrankheiten dar.

LRA

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