7. Lebende Werkstatt in Olching - Die vom Förderverein Kultur Olching e.V. getragene Veranstaltung zeigte Kunsthandwerk

Franz Polgar-Hermann aus Maisach-Diepoltshofen liebt den Werkstoff Holz, für Exponate ebenso wie für Instrumente. Fotos: Günter Schäftlein

Die ‚Lebende Werkstatt gehört zu den Jahres-Ereignissen in der Kulturwerkstatt am Olchinger Mühlbach, kurz KOM. Heidi Schneller als Fördervereinsvorsitzende zeigte sich auch 2010 über den Zuspruch erfreut - Lydia Kafka als organisatorische Ansprechpartnerin äußerte „Herzklopfen, bevor es richtig losging …“

Es ist ein bunter Reigen der kunsthandwerklichen Fertigkeiten, die an einem November-Wochenende den Besuchern in einer Werktstatt-Atmosphäre und auf zwei KOM-Ebenen vorgestellt werden. 2010 beteiligten sich hieran erneut 21 Gestalter, vom Bleisatz-Buchdrucker (Willi Beck) bis zur Cocosnuss-Schmuckherstellung (Stefan Weis). Oder die inzwischen fast legendären ‚Dreifaltigkeits’-Messermacher aus Olching: Von Alfred Brandstetter (handgefertigte Messer), über Wolfgang Schlag (Jagdmesser u. Miniaturen) bis zu Erwin Schneller (Messerunikate). Frau Ully Becker schnitzt und stichelt Engel in allen nur erdenkbaren Ausdrucksweisen, Friedrich Weger versteht sich auf handgefertigte Pfeifen und Reinhard Pfannenstill versteht sich im besten handwerklichen Sinne auf Drechselarbeiten. Fast universell arbeitet der gebürtige Ungar Franz Polgar-Hermann als Bildhauer und Restaurator im Werkstoff Holz, aus dem er ganz nebenbei auch noch Panflöten in verschiedenen Größen zaubert. Die Filzobjekte und Accessoires von Lydia Kafka ergänzen sich mit den Schmuck-Fädeltechniken von Claudia Urban. Im textilen Bereich sind Hut/Design bei Gallinat und Daum, Weben bei Ulrike Hamm und die Seiden-Malerei bei Ingrid Walter-Ammon zu Hause. Etwas gewöhnungsbedürftig noch „Horsehair-Hitching“ von Christine Boch, während die Indianische Kunst der Gruppe ‚The Free Bavarian Indians’ Olching die Lebende Werkstatt schon seit längerem begleitet. Von Monika Wahl stammt der Jugendstil-Klassiker „Tiffany’, während Ute Manetstötter handgedrehte Glasperlen fertigt. Spannend und auch unterhaltsam die Beobachtung von Klaus Kühnlein während seiner Acryl-Malerei an der Staffelei. Genauso aber auch bei Schormann’s Maritima die in Flaschen versenkten „Buddelschiffe“. Von besonderer Eleganz und manchmal auch Spielerei die ganz kleinen, aber auch größeren Keramiken von Herta Lambert. Lydia Kafka, aufatmend nach dem ersten Werkstatt-Tag 2010: „Ich fühle mich erleichtert … Und einige der Teilnehmer haben sich schon wieder für 2011 angemeldet.“

Meistgelesene Artikel

Rauschende Ballnacht

Fürstenfeldbruck – Über 550 begeisterte Tänzer haben den Jahreswechsel zusammen mit der Heimatgilde „Die Brucker“ im ausverkauften Stadtsaal …
Rauschende Ballnacht

Mülleimer peppen Stadtbild auf

Fürstenfeldbruck – Schülerunternehmen „Royal Trashmasters“ verschönert in Zusammenarbeit mit der Stadt Abfallbehälter der Innenstadt mit …
Mülleimer peppen Stadtbild auf

Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Fürstenfeldbruck – Brucks 53-jähriger Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) ist nach Feststellung einer amtsärztlichen Untersuchung auf Dauer …
Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Kommentare