Lehrer Norbert Seidl tritt für die Puchheimer SPD als Bürgermeister-Kandidat an – Kein Scheuklappen-Bürgermeister, der nur verwaltet

Geleitschutz aus Landes-, Kreis- und Stadtpolitik erhielt Puchheims SPD-Bürgermeisterkandidat Norbert Seidl. – Foto: Hans Kürzl

„Ich will ein Miteinander gestalten. Ich kann ein Miteinander gestalten.“ Mit diesen Worten führte sich Norbert Seidl als Bürgermeisterkandidat der Puchheimer SPD. Für die 2012 anstehende Wahl tritt der Stadtrat unter dem Motto „Erfolge fortsetzen, Mut zur Zukunft“ an. Damit spielte er unter anderem darauf an, dass der bisherige Amtsinhaber Dr. Herbert Kränzlein aus Sicht der Puchheimer Genossen seinem möglichen Nachfolger ein gutes Feld bestellt hat.

Einer der Schwerpunkte Seidls wird die Gestaltung der künftigen Stadtmitte Puchheims sein. „Ich möchte nicht, dass das Projekt durch das Konzentrieren etwa auf ein Gebäude kaputt gemacht wird“, sagte Seidl. Die neue Mitte müsse als Gesamtkonzept gesehen werden. Nur so könne man auch neue Bürger in die Stadt locken. Keine Einbahnstraße soll für Seidl auch die Bildung sein. Dies liegt dem 1963 im niederbayerischen Freyung geborenen Seidl als in München-Sendling tätiger Lehrer besonders am Herzen. Er verspricht, für alle Schulzweige ein offenes Ohr zu haben. „Bildung kennt nicht nur eine Schule“, sagt er. Er wisse darum, dass Schüler von Mittelschule und Gymnasium gleichermaßen klagen würden. „Die einen fühlen sich nicht ernst genommen, den anderen wird zu viel zugemutet“, so Seidl. Er sagte ebenso zu, den Projekten für Kinder von drei bis sechs Jahren weiterhin die laufenden Zuschüsse zu gewähren. Dies begründet Seidl so: „Kreative Bilder sollen im Kopf entstehen, nicht am PC. Daneben ist für Seidl, der Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe ist, das soziale Gleichgewicht in der Stadt von Bedeutung. Der seit 1988 als Puchheimer Bürgermeister amtierende Dr. Herbert Kränzlein ging darauf lobend ein: „Diese Stadt braucht keinen Scheuklappen-Bürgermeister, der nur verwaltet.“ Die SPD tue gut daran, weiterhin einen so offenen Umgang mit den Bürgern wie bisher zu pflegen. Kränzlein kritisierte damit auch diem Puchheimer CSU, die ihren Kandidaten unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewählt hatte. Ebenso gab Gastredner Harald Riedel, Kämmerer der Stadt Nürnberg, dem Kandidaten lobenden Vorschuss mit auf den Weg: „Wir brauchen in Bayern Bürgermeister, die etwas von Finanzen und Bildung verstehen.“

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