Zahlreiche Schaulustige fanden sich bei Nieselregen zur 51. Leonhardifahrt in Bruck zusammen

Prächtig geschmückt durch die Stadt

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Der Samstag war zwar verregnet, beim Umritt mit prächtig geschmückten Kutschen und historisch gekleideten Fußgruppen säumten aber dennoch wieder hunderte Schaulustige die Straßen in der Brucker Innenstadt.
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Fürstenfeldbruck – Die 51. Leonhardifahrt in Bruck stand wettertechnisch unter keinem guten Stern. Doch trotz Nieselregen fanden sich auch heuer wieder zahlreiche Schaulustige ein, die die prächtigen Pferdergespanne bei ihrem Ritt durch die Brucker Altstadt bestaunten.

Zunächst sah es allerdings noch nicht so aus, als ob die Leonhardifahrt heuer ein Zuschauermagnet werden würde. Das Votivamt, das vor dem Umritt eigentlich auf dem Platz vor der Leonhardikirche zelebriert werden sollte, wurde wegen des Schmuddelwetters kurzerhand in die Kirche verlegt. Die Kirche war voll belegt – ein paar wenige versuchten von der Tür aus noch einen Blick in das Gotteshaus zu erhaschen. Auf dem Platz vor der Kirche, wo die Messe mit Lautsprechern übertragen wurde, war aber eher mäßig besucht. Doch das änderte sich mit Beginn der Leonhardifahrt, an der der auch heuer wieder rund 200 prächtig herausgeputzte Pferde, Ponys und das traditionelle Ochsengespann teilnahmen. Der Brauch des Umritts geht auf die enge Verbindung der Zisterzienser im Kloster Fürstenfeld zum Heiligen Leonhard zurück. Als Dank für den Schutz des Viehs vor Seuchen haben die Menschen in der Region die Durchführung der Leonhardifahrt gelobt. Seit 1966 findet die Leonhardifahrt in der Kreisstadt wieder regelmäßig statt. Und: „Das alte Versprechen wird für heuer wieder eingelöst“, sagte Stadträtin und Historikerin Brigitta Klemenz vor Beginn der Veranstaltung. Die Brucker ließen sich trotz nasskaltem Wetter nicht lumpen und säumten zu Hunderten den Straßenrand. Auch der sich noch immer im Krankenstand befindliche OB Klaus Pleil ließ es sich – nebst seinem Stellvertreter Erich Raff – nicht nehmen, die prächtig geschmückten Gespanne auf ihrem Ritt durch Bruck zu verfolgen und sogar selbst in eine Kutsche zu steigen. Neben den Kutschen sorgten prächtig kostümierte Fußgruppen und Musikkapellen für jede Menge Leonhardi-Flair. Der Höhepunkt und größte Blickfang der diesjährigen Veranstaltung fand sich am Ende des Umzugs: Ein prächtiger Zehnspänner sorgte für jede Menge staunende „Ahs“ und „Ohs“ bei den Schaulustigen, denen letztlich ein Trost blieb: Während der Heilige Leonhard sich über seine Fahrt freute, hatte auch der Heilige Petrus ein Einsehen und verzichtete zumindest auf einen größeren Wolkenbruch.

Andreas Daschner

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