Lesenacht im Schlafsack - Gemeindebibliothek lud ein

„Bayern, bairisch...“ lautete das Motto der Lesenacht 2009 in der Gemeindebibliothek Puchheim. Am Abend des 11. August gegen 19:30 Uhr trafen 18 neugierige Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren mit Schlafsäcken, Taschenlampen und ihren Lieblingskuscheltieren in der Bibliothek ein. Zusammen mit Christine Dietzinger, die im Bauernhofmuseum Jexhof ähnliche Kinderprogramme durchführt, und mit seinen Helfern begrüßte Bibliotheksleiter Otto Linseisen die Mädchen und Buben zu einer spannenden Nacht mit tollen Geschichten, Basteln und Malen in der liebevoll auf Bairisch dekorierten Bibliothek.

Eine bairische Lesenacht lag nahe, nachdem „Urlaub zuhause, Urlaub in Bayern“ und „Bairische Sprache im Alltag bei Kindern“ Medienthemen des Jahres waren. Nach einem kleinen Imbiss und einer Kennenlernrunde trug Christine Dietzinger eine lustige bairische Umweltgeschichte von Eugen Oker vor. Jedes Kind durfte sich eine Figur aus der Geschichte aussuchen und dieselbe auf Pappe zeichnen und malen. Im nächsten Schritt entstanden daraus liebevoll gebastelte Stabpuppen, die sodann auf einer gemeinsam gestalteten Bühnendekoration agierten. Die Kinder hatten große Freude an dem im Ensemble einstudierten, lustigen Stück. In der nächsten Kreativrunde wurden kleine Musikinstrumente gebaut, Rasseln aus Kronkorken, Knöpfen und Perlen, die an Holzstäbe genagelt wurden. Sie lieferten die rhythmische Begleitung zu dem Lied „Sepp, Depp, Henadreck“ von den Well-Brüdern, das Christine Dietzinger auf der Gitarre anstimmte und mit den Kindern sang. Nach einem Fragespiel, bei dem Kinder ihr Wissen über Bayern erproben und erweitern konnten, gab es dann das traditionelle Suchspiel in der dunklen Bibliothek. Mit Taschenlampen ausgerüstet, mussten die Kinder innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele versteckte Gegenstände finden. Ein großer Spaß für die Kinder, die sich dabei nochmals etwas austoben konnten, bevor es gegen Mitternacht mit Sack und Pack in die Kinderbuchabteilung zum Schlafen ging. Um 24 Uhr wurden die Lichter gelöscht, bis 2.30 Uhr lasen die letzten Kinder im Schein ihrer Taschenlampen, bevor auch sie einschliefen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück Uhr führten die Kinder vor ihren Eltern und Geschwistern, die zum Abholen in die Bibliothek gekommen waren, ihr kleines Theaterstück mit den Stabpuppen auf und sangen das einstudierte Lied. Es gab großen Beifall für die kleinen Künstler, und ein paar Kinder fragten gleich nach dem Lesenachttermin 2010, damit sie sich ja rechtzeitig anmelden können.

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