Liedertafel Moorenweis feierte 100-jähriges – MdL Thomas Goppel übergab als Präsident des Bayer. Musikrates die seltene Zelter-Plakette

MdL Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayer. Musikrates, überreichte die „Zelter-Plakette“ des Deutschen Sängerbundes an die Liedertafel Moorenweis.

Einen Abend der Musik hörten und sahen zur 100-Jahrfeier rund 700 Besucher in der vollbesetzten Mehrzweckhalle der Gemeinde. Der Liedertafel Moorenweis, bekannt für ihre couragierte Kinder- und Jugendarbeit, überreichte der Präsident des Bayer. Musikrates, MdL Dr. Thomas Goppel, die seltene Zelter-Plakette des Deutschen Sängerbundes.

Es gab an diesem Abend, nach der allgemeinen Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Thomas Lackmann, zahlreiche Gruß- und Dankesworte, Geschenke und Auszeichnungen für den Verein - und persönlich für den seit 37 Jahren in Moorenweis als Chorleiter tätigen Norbert Steinhardt das Wappen der Gemeinde. Der leidenschaftliche Musiker, bis 2010 auch 17 Jahre lang 1. Kreis-Chormeister im Sängerkreis FFB, hatte tags zuvor die Verdienstmedaille des Bezirks Oberbayern erhalten. Anerkennung aber auch für den großen Liedertafelchor, am Festabend beachtenswert präsentiert von 65 Sänger/innen. Verdiente Beachtung dazu für den seit 2005 bestehenden Jugendchor youngSIXTUSvocals, geleitet vom 1. Vorsitzenden Thomas Lackmann - und natürlich reichlicher Applaus für die Kleinen und Kleinsten (bis 10 Jahre) im „Singekreis Moorenweis“, 1999 gegründet und seither geleitet von Christl Trauner. 1. Bürgermeister Joseph Schäffler befand zu diesem kraftvollen musikalischen Angebot in seiner Gemeinde „Ihr seid ein ganz wichtiger kultureller Beitrag in der Dorfgemeinschaft.“ Er zitierte den Dirigenten/Komponisten Leonhard Bernstein mit dem Bekenntnis „Musik und Gesang schafft Heimat“. Für sich selbst reihte er diese beiden Erlebnisse ganz vorn ein: „So stell’ ich mir den Himmel vor.“ Glückwünsche kamen vom Sängerkreis FFB, überbracht vom 2. Vorstand Resi Rothenanger: „Wir gratulieren zur Vollendung des ersten Jahrhunderts!“ Eduard Huber, Vorstand des Ammersee-Amper-Sängerkreises, schloß sich an: „Ihr seid der größte Verein in unserer Organisation!“ Es folgten die beiden Vereine mit Patenschaftsbezügen: Der Gemeinschaftschor Geltendorf, dessen Patenschaft man 1983 übernahm, und der MGV Steinbach, der im Juni 1957 bei der Fahnenweihe sich als Pate zur Verfügung stellte. „Ich möchte Moorenweis gratulieren zu solch toller Jugendarbeit!“ Vom Deutschen Sängerbund erhielt die Liedertafel Moorenweis noch eine Urkunde, unterschrieben vom ehemaligen Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf. Die breitgefächerte, musikalische Soiree brachte Orchestermusik einzeln und zu gesanglichen Beiträgen, Klavier- und Bläserbegleitung, Instrumente zu youngSIXTUSvocals und Singekreis Moorenweis. Bernd Lahaye dirigierte den Gemein-schaftschor Geltendorf zu „Sommarpsalm“ und „I’m gonna sing!“; Ruppert Dellinger, die 3. Dirigentengeneration nach Opa Josef und Vater Ruppert, brachte mit dem MGV Steinbach bravourös „Wolgaschlepper“ und das verhaltene „Wie kann es sein …“ Die youngSIXTUSvocals bewegten sich zwischen Paul McCartneys „With a little help fromm y friend“ und zusammen mit dem Liedertafelchor zum „Kleinen grünen Kaktus“. Der kleine Singekreis mit Christl Trauner sang „Hört mal, ich klatsch euch was vor“ und „Der Papagei ein Vogel ist“. Ein großer Gemeinschaftschor aller anwesenden Chöre brachte vor der Pause insgesamt 145 Sänger/innen und Jugendliche/Kinder auf die Bühne, dazu noch 20 Musiker. Das musikalische Ende der Veranstaltung gestalteten Liedertafel und Orchester mit Klassikern: Verdi’s Gefangenenchor und die „Schöne blaue Donau“ von Joh. Strauß. MdL Dr. Thomas Goppel, kurzfristig und nur für die Moorenweiser Stippvisite aus Berlin angereist, suchte launig und wie von ihm gewohnt hintergründig textlichen Halt bei Wilhelm Busch: Er versuchte, dem „Ehrenamt“ auf den Grund zu gehen. Vereine sah der Staatsminister a.D. selbstredend als staats- und gesellschaftstragend. Und ganz speziell zur Liedertafel Moorenweis liebevoll: „Es ist eine Pracht, das hier zu erleben.“ Nicht zuletzt bat Thomas Goppel auch derer zu gedenken, die man nur noch auf dem Friedhof findet. „Die waren die Gründer!“ Seine Ausführungen beendete er in froher Selbstverleugnung sinngemäß mit „Hör ma auf mit dem Geschwafel - viel schöner ist’s bei der Lieder---(Publikum, laut:)tafel!!!

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