Lokale Energiepolitik

Zu einer Informations-Veranstaltung über die Energieversorgung im Landkreis, den Energienutzungsplan sowie über die Gebäudesanierung und den Energiepass hatte der Brucker CSU-Ortsverband die Bürger der Kreisstadt ins Hotel Post eingeladen.

Allerdings konnte Ortschef Michael Piscitelli gerade einmal 20 Besucher begrüßen, die Interesse an den informativen Vorträgen des Geschäftsführers der Brucker Stadtwerke, Karl Heinz Schönenborn, und des Architekten und Energieberaters Claus Reitberger zeigten. Der Landkreis hat sich bekanntlich das Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2030 eine Selbstversorgung durch erneuerbare Energien zu erreichen. „Je häufiger aber die Forderung, die Atomkraftwerke noch 30 Jahre laufen zu lassen, gestellt wird, desto schwieriger wird es, dieses Ziel zu verwirklichen“, meinte Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer. Er könne sich neben der Sonnenenergie selbst Windräder im Landkreis vorstellen, „Die gehören zum High-Tech-Landkreis einfach dazu“, meinte der Brucker Rathauschef. Man müsse die Bevölkerung aufklären und noch mehr mit ins Boot nehmen, so Kellerer. Die Gebäudesanierung, -dämmung müsse unterstützt werden, werde aber aufgrund der finanziellen Löcher nicht so schnell voranschreiten, befürchtet Kellerer. Der Energiepass wurde von der Politik eingeführt, damit man sich bewusst werde, was man an Energie verbrauche, informierte Energie-Experte Reitberger eingangs seines Vortrags. Der Ausweis sei ein Dokument zur Beurteilung des Energieverbrauchs eines Gebäudes und gelte für zehn Jahre. Bei Neuvermietung, Verkauf oder auf Verlangen des Mieters besteht Vorlagepflicht. Reitberger erläuterte den Unterschied zwischen dem Bedarfsausweis, der sich auf berechnete Werte stützt, und dem Verbrauchsausweis, dessen Daten aus dem Verbrauch der letzten drei Jahre ermittelt wird. Anschließend gab Reitberger einen Abriss über die zeitliche Entwicklung des Wärmeschutzes und die gesetzlichen Grundlagen, erläuterte das Energiegutachten, beginnend mit der Bestandsanalyse über die Sanierungsmöglichkeiten und deren Wirkung, die Förderungsmöglichkeiten bis schließlich zur entscheidenden Frage der Wirtschaftlichkeit „bis wann amortisiert sich das?“ Der Geschäftsführer der Brucker Stadtwerke, Karl Heinz Schönenborn, stellte zuvor das umfangreiche Leistungsspektrum seines Unternehmens von der Strom- über die Wasserversorgung bis hin zur Fernwärme vor. Dabei ging Schönenborn auch auf die individuellen Dienstleistungen der Stadtwerke ein, wie das Angebot zur Optimierung von Versorgungsanlagen, auf Senkung von Betriebskosten und Energieeinsparungen. Das Klimaziel könne nur durch kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz erreicht werden, meinte der Geschäftsführer der Brucker Stadtwerke abschließend.

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