Rentnerin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck entging Lotto-Betrügern – Verbraucherberatung half

Vorsicht, wenn eine falsche Lottogesellschaft anruft 

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Die Rentnerin holte sich Hilfe bei der Verbraucherzentrale

Fürstenfeldbruck – Normalerweise spielt die 72jährige E.W. kein Lotto – mit einer Ausnahme: Anfang des Jahres 2012 füllte sie einen Lottoschein aus und gab ihn regulär ab. „Kurze Zeit später erhielt ich einen Anruf von einer Lotteriegesellschaft namens „Tippstar“ und jemand sagte mir, ich hätte 690 Euro gewonnen“, erzählt E.W. „Ich war glücklich über den plötzlichen Geldsegen und habe dieser angeblichen Lottogesellschaft meine persönlichen Daten und die Bankverbindung preisgegeben“. Dass man bei einem richtigen Lottogewinn persönlich angeschrieben wird, daran hat die Frau in dem Moment nicht gedacht…

Anstelle des Geldbetrages bekam die Rentnerin dann per Post eine Auftragsbestätigung zugesandt über einen Lotterievertrag, den sie abgeschlossen habe und monatlich 49,90 EUR bezahlen müsse. „Ich habe sofort dort angerufen und man erzählte mir, ich könne nur aus dem Vertrag raus, wenn ich ein Zeitschriftenabo abschließe. Darauf bin ich dann eingegangen“, so E. W. weiter. Aus Angst nun 2 Verträge abgeschlossen zu haben, rief die 72jährige geistesgegenwärtig bei der Verbraucherzentrale an. Diese half ihr bei der sofortigen Kündigung per Einschreiben mit Rückschein: „Die Pressevertriebszentrale bestätigte die Kündigung umgehend, nicht aber die Tippstar“, erklärt E.W. Im Gegenteil: Die Anrufe der zweifelhaften Lotteriegesellschaft hörten nicht auf. „Immer wieder sagten sie mir einen Gewinn zu bzw. wollten mir Verträge aufschwatzen, teilweise wurde ich bis zu dreimal täglich angerufen. Es war furchtbar“. Bei der Polizei gaben sie der Rentnerin den Rat, sie solle umgehend auflegen, mehr könne man nicht machen. Auch bei der Bank bat E.W. darum, dass eine mögliche Konto-Abbuchung von „Tippstar“ unterbleibt.


Finanziell erlitt E.W. zwar keinen Schaden, aber der „Telefon-Terror“ hat die Seniorin über sechs Monate begleitet. Nicht nur von „Tippstar“, sondern auch andere fingierte Firmen meldeten sich mit „angeblichen Gewinnen“. „Meine Daten wurden wahrscheinlich weitergegeben. Ich habe dann entweder mit der Polizei gedroht oder einfach aufgelegt. Irgendwann hörte es ganz auf“. Für E.W. war diese Erfahrung „Terror pur“. Jedes mal, wenn das Telefon klingelte, schreckte sie auf: „Wenn so etwas passiert, dann am besten gleich einhängen. Denn je länger man in ein Gespräch verwickelt wird, desto eher gibt man seine Daten preis. Besonders ältere Menschen möchte ich davor warnen“.

Nicole Burk

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