PRO Luftfahrt e.V. veranstaltete ein glänzendes 12. Oldtimer-Treffen in Jesenwang

Die Veranstalter von ‚Pro Luftfahrt’ waren der Überzeugung, dass die Überflüge der legendären DO 24 des Luftfahrtpioniers Claude Dornier und der Ju 52 eines Schweizer Luftfahrtunternehmens Höhepunkte am Tag der Deutschen Einheit sein würden.

Wieder waren Tausende zum Sonderflugplatz geströmt, um das und anderes zu sehen: Von Ami-Schlitten bis zu Uralt-Traktoren, von Löschfahrzeugen bis BW-Mannschaftswagen und vielen Motorrädern. Die 3motorige DO 24 ATT („Amphibischer Technologie Träger“), Erstflug 1938, wurde jetzt beim Überflug-Besuch vom Enkel Kapitän Irén Dornier mit Copilot Enrico Hohner gesteuert. Für Jesenwang war es der erste Besuch dieses Flugzeugtyps überhaupt. Max Walch sen. hatte dem interessierten Publikum einiges über diese Maschine zu berichten. Sie wurde 1944 an die spanische Küstenwache verkauft und war bis in die frühen 70er Jahre als Seerettungsflugzeug auf Mallorca stationiert. Nach Deutschland zurückgekauft war sie für zehn Jahre Schaustück in Friedrichshafen und wurde ab 1980 in Oberpfaffenhofen komplett renoviert. Als Amphibienfahrzeug gehörte sie bis 2002 zur Ausstellung in der Oberschleißheimer Flugwerft. 2004 startete Irén Dornier mit ihr seine Welttour und war Gast auf vielen Seen, Flüssen und in namhaften Air-Shows, von Las Vegas bis Berlin u. Frankfurt/Main, von der Copa Cabana/Rio bis zum Comer See. Der Dornier-Enkel will die Jugend der Welt dazu begeistern, an Träume zu glauben und sie in Erfüllung zu bringen. Überwintern lässt er seine gute alte DO 24 in ihrer ‚alten Heimat’, dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Eine echte Schau beim 12. OldtimerTreff auch das gelbe Piper-PA 18-Staffelquartett - aus der ehemaligen, berühmten Burda- Staffel - das gekonnt Formationsflüge durchzog. Thomas Schwaiger, am Ammersee zuhause, fliegt auch eine in Jesenwang stationierte US-Piper PA-18-105, 140 Stundenkilometer schnell und aus dem Baujahr 1960. Er hat sie vor zehn Jahren an der Ostsee erworben und 2004 maschinell generalüberholen lassen. Eigentlich könnte er damit 5 bis 6 Stunden nonstop fliegen, aber ihm reichen Flugzeiten von 2 bis 3 Stunden, „da die Sitze nicht sehr bequem sind …“ Die schmucke Schulungsmaschine Boeing A 75 ‚Stearman’ von Franz Jochen Weissenbacher aus München steht normalerweise in der Dependance des Deutschen Museums in Schleißheim. Er hat das Schmuckstück aus dem Baujahr 1941 in Großbrittanien 1982 erworben und kann mit ihr in 2 1⁄2 Stunden gut 400 Km zurücklegen. Einen ganz jungen Besitzer hat ‚Chevy 38’, ein Chevrolet-Sportcoupé mit Baujahr 1938: Dean Brandl aus Scheyeren ist erst sechs Jahre alt. Die Eltern haben ihm das mächtige Gefährt mit 85 PS und 3500 ccm Hubraum - von dem nur 2740 Stück gebaut wurden - bereits in jungen Jahren geschenkt. „Die dürfen ihn aber fahren!“, sagt er ganz stolz.

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