Bürgermeister Hans Seidl zur geplanten Bebauung des 7000 Quadratmeter großen Areals: "Die Aufenthaltsqualität wird sich stark verbessern"

Ansiedlung von Märkten im Maisacher Ortskern erhöht Attraktivität

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Maisachs Bürgermeister Hans Seidl vor dem Modell für die geplante Neugestaltung des Ortskerns.

Maisach –   „Die Gemeinde wird sich verändern, wie sie sich noch nie verändert hat“, sagte Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) bereits im Oktober 2013 bei der gut besuchten Info-Veranstaltung im Maisacher Bräustüberl über die geplante Neugestaltung des Ortszentrums. Aus einem Straßendorf, in dem sich über Jahrhunderte die Geschäfte hauptsächlich in der Estinger-, Haupt-, Bahnhof- und Aufkirchener Straße angesiedelt hatten, werde eine Gemeinde mit einem echten Ortsmittelpunkt, präzisierte der Rathauschef am zweiten Juni seine Aussage gegenüber dem Kreisboten.

 

 „Maisach hatte nie einen Ortskern“, so Seidl weiter. Durch die Bebauung des 7.000 Quadratmeter großen Areals mitten im Ort verspricht sich der Bürgermeister der über 5.000 Seelen großen Gemeinde, dass wieder mehr Leben in den Ort zurückkehrt. Die Ansiedlung von Märkten im Ortszentrum werde sich dabei positiv auswirken, davon ist Seidl überzeugt. Das Ortszentrum werde nach der Fertigstellung der Wohn- und Geschäftsanlage nicht mehr so ländlich geprägt sein. „Die Aufenthaltsqualität wird sich stark verbessern.“

 Im neuen Ortszentrum werden nach Fertigstellung ein Vollsortimenter (EDEKA) auf 1.200 Quadratmetern und der Drogeriemarkt Rossmann auf 800 Quadratmetern sowie ein Café mit Straßenverkauf untergebracht. In einem weiteren separaten Gebäude stehen Räume für Arztpraxen, eine Apotheke und ein Sanitätshaus zur Verfügung. Die Apotheke wird jemand aus dem Bestand übernehmen, erklärte Seidl. Es wird also keine zusätzliche zu den bisher existierenden Apotheken dazukommen. Über den Geschäften entstehen insgesamt 59 barrierefreie Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen in der Größe zwischen 60 und über 100 Quadratmetern. Die Tiefgarage hält 170 Stellplätze vor. Bürgermeister Seidl rechnet im Frühjahr 2017 mit der Fertigstellung der kompletten Wohn- und Geschäftsanlage samt Außenanlage. „Wir werden zukünftig nicht nur eine erhebliche Verbesserung der direkten Nahversorgung mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln haben“, freut sich Seidl auf die Fertigstellung. Sondern mit der Umsetzung des Ortszentrums ergänze sich der Bereich um das Rathaus, den Rathausplatz, die Grundschule und den schon bestehenden Geschäften zu einem attraktiven und lebendigen Wohn- und Geschäftsbereich mit einer kleinen Fußgängerzone, nachdem durch die Verlagerung der Märkte in die Peripherie das Ortszentrum doch menschlich sehr verarmte. 

Nachdem in der Gemeinderatssitzung Ende Januar ein Modell und Entwürfe von einer erweiterten Bebauung des Ortszentrumsbereiches vorgestellt wurden, steht bereits schon eine Weiterentwicklung des Gesamtareals ins Haus. „Der zweite Bauabschnitt hat sich im Herbst des vergangenen Jahres entwickelt“, informierte Seidl dazu. In direkter südlicher Nachbarschaft zum Rathaus werden in der Riedlstraße zwei Gebäude abgerissen. Dort wird ein neues zentrales Gebäude errichtet, in dem die Gemeinde den dringend benötigten Sitzungssaal, ein Zimmer für Trauungen und Räume für die bis jetzt noch in der Aufkirchener Straße untergebrachte Bücherei erhält. Alle Räume werden barrierefrei sein, teilte Bürgermeister Seidl mit, und die Planung sehe auch vor, dass zwei Räume durch eine mobile Faltwand in einem großen Veranstaltungsraum umgewandelt werden können.

 Dieter Metzler

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