Misswirtschaft der Regierung? - MdL Dr. Herbert Kränzlein kritisiert baulichen Zustand von Brücken - Liegt der Schwarze Peter bei der CSU?

Kränzlein kritisiert: Neun von 15 Brücken marode

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Die Amperbrücke hat die Note 4,0 - teilte MdL Herbert Kränzlein (SPD) mit.

Puchheim/München -  Marode Brücken auch im Landkreis Fürstenfeldbruck: Aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion geht hervor, dass im Landkreis neun Brücken mit der Zustandnote 2,5 oder schlechter bewertet werden. Die Amperbrücke beispielsweise hat die Note 4,0 – das bedeutet, dass Standsicherheit und Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt sind. Bei den anderen Brücken-Bauwerken sei mindestens kurzfristig die Instandsetzung erforderlich. Im Maßnahmenerhaltungsplan der Staatsregierung für das Jahr 2016 würden jedoch keine dieser Brücken genannt.

 „So behandelt die Staatsregierung den Erhalt der Infrastruktur in unserem Landkreis“, kommentiert der lokale Landtagsabgeordnete Dr. Herbert Kränzlein die Situation. „Es ist unglaublich, wie die Sicherheit der Menschen gefährdet wird, indem die Staatsregierung auf notwendige Sanierungsmaßnahmen verzichtet.“

Außerdem geht der Aufschub notwendiger Baumaßnahmen zu Lasten künftiger Steuerzahler. „Die Kosten für die Erhaltung der Infrastruktur wird einfach künftigen Steuerzahlern aufgebürdet“ schimpft Kränzlein. "Was die CSU-Regierung hier mit den Brücken treibt, ist versteckte und verschleppte Staatsverschuldung.“

In Oberbayern sind 361 von 1.198 Brücken, also 30 Prozent, sanierungsbedürftig - und davon 51 mit beeinträchtigter oder erheblicher beeinträchtigter Verkehrssicherheit. In ganz Oberbayern sind 2016 jedoch nur 28 Instandhaltungen geplant. Und im Gegensatz zum vorherigen Doppelhaushalt ist der Betrag für Brückeninstandhaltungen gesunken: Von vormals rund 30 Millionen Euro sind nur noch insgesamt 23,3 Millionen übrig geblieben. "Hier muss im Interesse der Verkehrsteilnehmer, aber auch generell der Steuerzahler, nachgebessert werden.", so Kränzlein.

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