Protest der Milchbauern im Landkreis

Milchviehbauern protestieren vor BR-Sendung

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Traktor um Traktor: Während die Vorbereitungen für die Live-Sendung "jetzt red i" im volle Gange waren, rollten die Bauern mit ihren Traktoren an.
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Die Bauern versammeln sich und hoffen auf den bayerischen Innenminister Joachim Hermann zu treffen.
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Die Polizei erklärt wo die Bauern stehen dürfen und wo nicht. Am Ende vermitteln sie sogar das Gespräch durch den Pressesprecher des Innenministers.
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Der wichtigste Traktor kommt....
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Rund 30 Bauern mit 15 Traktoren wollten ihre Sorgen und Nöte dem bayerischen Innenminister in einem Brief kundtun. Der kam allerdings erst nach der Sendung.

Fürstenfeldbruck - Ein Traktor nach dem anderen rollte vor die Marthabräuhalle, als die Vorbereitungen für die Live-Sendung "jetzt red i" im vollen Gange waren. Milchbauern protestierten und forderten ein Gespräch mit dem bayerischen Innenminister Joachim Hermann, das sie letzten Endes doch noch bekamen.

Bauern mit Kühen sind frustriert und das schon lange. Weil die Discounter-Preise der Milchprodukte immer weiter fallen, drohen für viele Milchviehbauern das Existenz-Aus. In Fürstenfeldbruck haben sich nun einige Bauern zusammengetan und nahmen den Dreh der BR-Sendung "Jetzt red i" in der Marthabräuhalle als Plattform für einen Protest.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter Kreisverband Fürstenfeldbruck wollte dem bayerischen Innenminister Joachim Hermann, der in der Sendung als Gast eingeladen war, einen Brief überreichen. In diesem fordern sie ihn auf, seinem Kollegen im CSU-Vorstand Christian Schmidt einzuwirken, die Probleme der Bauern ernst zu nehmen und zu handeln (siehe auch Textkasten).

Angedacht war, dass die rund 30 Bauern aus der Region, die zum Protest mit ihren 15 Traktoren anrollten, dem Minister diesen Brief bereits vor der Sendung überreichen. Doch dieser schlich sich durch den Hintereingang. Doch die Proteste verliefen ruhig. Die Bauern warteten geduldig. Denn die Brucker Polizei konnte mit dem Pressesprecher des Innenministers ein Gespräch nach der Sendung vermitteln. Hermann hielt sein Wort und nahm sich nach der Sendung zehn Minuten Zeit für die Bauern.

"Er versprach uns, unseren Brief und unser Anliegen an Christian Schmidt weiterzuleiten", erzählte Landkreisvertreter Hans Schamberger. Nun müsse sich zeigen, ob und was dabei herauskommt. "Wenn der gewünschte Effekt nicht erzielt wird, werden wir daraus Konsequenzen ziehen", kündigte er an. Mehrere Proteste und vor allem lautere würden dann kommen. Dann würden sie nicht mehr dastehen und nur warten.

Miriam Kohr

Der Inhalt des Briefes:

Sehr geehrter Herr Hermann,

 

wir - die Milchviehalter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck - fordern Sie auf, auf Ihren Kollegen im CSU-Vorstand Christian Schmidt einzuwirken.

um endlich die Belange der Milchbauern ernst zu nehmen und entschieden mit innovativen Konzepten der aktuellen Milchmarktkrise zu bekämpfen,

um die Verluste der bayerischen Milchviehhalter von momentan einer Milliarde Euro p.a. zu begrenzen,

um die blindwütige, und schnell gescheiterte Liberalisierung der Agrarpolitik zurückzunehmen,

und um der CSU wieder einen gerechtfertigten Anspruch als "Partei der Bauern" zu geben.

Sollte sich Ihre Partei weiterhin diesen Forderungen entziehen, werden Proteste der Bauern - heftiger und anhaltender als dies bislang der Fall war -  nur wahrscheinlicher.

 

Ihre Milchviehhalter

LK Fürstenfeldbruck

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