Militär-Dekanin aus Fürstenfeldbruck hat sich für US-Stützpunkt in Holloman/USA beworben – Fliegerisches Ausbildungszentrum der Deutschen Luftwaffe

Abschieds-Gottesdienst für Militärdekanin Myriam Krug-Lettenmeier mit Leitendem Militärdekan Alfred Gronbach. Foto: Dieter Metzler

„Sie haben es sich so ausgesucht. Es sind nicht wir, die Sie in die Wüste schicken“, scherzte der stellvertretende Kommandeur 1. Luftwaffendivision, Brigadegeneral Hans-Georg Schmidt, bei der Verabschiedung von Militärdekanin Myriam Krug-Lettenmeier im Saal des Unteroffizierheim und deutete damit zugleich an, wohin die Evangelische Dekanin ihre nächste dienstliche Verwendung führt: Nach Holloman Air Force Base bei Almogordo im US-Staat New Mexico. Schmidt dankte der scheidenden Dekanin für ihr knapp dreijähriges seelsorgerisches Wirken am Standort Fursty. „Wir lassen sie nur schweren Herzens ziehen“, sagte Schmidt und dankte Dekanin Krug-Lettenmeier für ihre Offenheit, Einfühlsamkeit und Lockerheit, mit der sie einfach jeden „entwaffnete“.

„Es geht um das Ganze“. Diese Aussage von Oberstabsfeldwebel Oliver Bätzing, ihrem „ökumenischen Team-Kollegen“, beim letzten Kosovo-Einsatz stellte die evangelische Geistliche in den Mittelpunkt ihrer Abschiedspredigt in der Fliegerhorstkirche. Diese Worte würden treffend ausdrücken, worum es auch in der Militärseelsorge gehe, nämlich um die Gemeinschaft. Man unterscheide nicht zwischen katholisch und evangelisch, sondern es gehe bei der Bundeswehr in erster Linie um den Menschen. Drei Dinge habe man an ihr schätzen gelernt, sagte der Leitende Evangelische Militärdekan aus München, Alfred Gronbach, bei der „Entpflichtung“ ihrer Aufgaben als Dekanin am Standort Fursty: „Ihr klarer Blick auch für die kleinen Dinge, ihr offenes Ohr und ihr gutes Wort“. Wie „entwaffnend“ und beliebt die Nachfolgerin des vor drei Jahren in den Ruhestand gegangenen Militärdekan Heinrich Keller innerhalb ihrer relativ kurzen Verweildauer in Fursty war, kam anschließend bei den vielen Grußwortrednern deutlich zum Ausdruck. Dr. Peter Braun, stellvertretender Landrat, erinnerte daran, dass die Soldaten und Zivilbeschäftigten größtenteils auch Bewohner des Landkreises seien. Jeder Abschied im Fliegerhorst erwecke Wehmut, insbesondere seitdem die Auflösung von Fursty bekannt sei. Dieter Engelhardt, stellvertretender Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, ließ den Lebenslauf der Frau und Mutter von drei Töchtern in einem launigen Vortrag Revue passieren. Dekan Stefan Reimers von der Erlöserkirche Fürstenfeldbruck meinte, Konflikte sind nicht nur militärischer Natur, sondern die haben auch die Menschen und diese löste Krug-Lettenmeier eben stets auf ihre „entwaffnende Art“. Er dankte ihr auch für die Mitarbeit in der Erlöserkirche. Dank sagten auch ihr geistliches Pendant im Fliegerhorst, der katholische Militärdekan Alfons Hutter, sowie der Sprecher der Spieße, Oberstabsfeldwebel Martin Meyer, für die engagierte Zusammenarbeit. Die Jahre seien für sie viel zu schnell vergangen, sagte Myriam Krug-Lettenmeier, die sich um die neue Stelle in Holloman, einem Stützpunkt der US-Luftwaffe, an dem sich auch das Fliegerische Ausbildungszentrum der Deutschen Luftwaffe befindet, selbst beworben hat.

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