Im Mittelpunkt UNSER LAND Vermarktungs-Netzwerke - Ministerin Ilse Aigner lobte Regionalvermarktung als Musterbeispiel

Neben der Palette von UNSER LAND-Produkten gruppierten sich die Teilnehmer der Solidargemeinschaften, die sich über das Interesse von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (Mitte) freuten; eingerahmt von der Gastgeberin Elsbeth Seiltz, der ersten Vorsitzenden der Solidargemeinschaft und dem ersten Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet.

Bayerns erster Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet bezeichnete die Solidargemeinschaft „UNSER LAND“ als eines der erfolgreichsten Vermarktungs-Netzwerke in Deutschland. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hält die Aktivitäten zur Förderung der regionalen Vermarktung gar für ein Musterbeispiel, die durchaus eine Vorbildfunktion für andere Regionen einnehmen könnten. Über zwei Stunden lang ließ sich die Bundesverbraucherministerin am 27. August über die Solidargemeinschaft „BRUCKER LAND“ und das regionale Netzwerk „UNSER LAND“ informieren.

An dem Runden-Tisch-Gespräch im Veranstaltungsforum Fürstenfeld nahmen neben der ersten Vorsitzenden Elsbeth Seiltz, dem Geschäftsführer Konrad Loder und Reinhold Bocklet auch zahlreiche Vertreter der zehn Solidargemeinschaften teil. Der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte seinen Besuch kurzfristig absagen müssen. Die Bayerische Staatsregierung habe die Bedeutung der aus dem Brucker Landkreis initiierten Solidargemeinschaft „BRUCKER LAND“ früh erkannt und gefördert, berichtete Bocklet, der zu der Zeit bayerischer Landwirtschaftsminister war. Das war zugleich eine Initialzündung in der Region für weitere Solidargemeinschaften. Derzeit umfasst das Netzwerk zehn Solidargemeinschaften in elf Landkreisen rund um München sowie die Landeshauptstadt selbst und seit 2009 auch Augsburg. Von der früheren Centralen Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), dem Landwirtschaftsministerium und dem Umwelt-/Verbraucherschutzministerium erhielt die Solidargemeinschaft finanzielle Unterstützung, so dass etliche Projekte vorangebracht werden konnten. Bocklet stellte das mutige Engagement der langjährigen Geschäftsführerin und jetzigen ersten Vorsitzenden Elsbeth Seiltz heraus, die zur Erfolgsgeschichte der Solidargemeinschaft entscheidend beigetragen habe. Einst begonnen mit handwerklich hergestelltem Brot reicht die Produktpalette inzwischen von Milch, Eiern, Nudeln, Mehl und Brot über Gurken, Honig, Fisch, Käse bis hin zu Apfelsaft aus Streuobstanbau. Insgesamt umfasst das Sortiment über 40 Produkte, die vermehrt biologisch und gentechnikfrei erzeugt werden, und in rund 750 Geschäften vermarktet werden. Welchen Marktanteil die Produkte von „UNSER LAND“ haben, konnte Seiltz nicht sagen, da es dazu keine Erhebungen gebe, aber jedes zehnte Brot stamme bereits von „BRUCKER LAND“. Doch nicht nur der Verkauf zu fairen Preisen ist der Vorsitzenden von UNSER LAND wichtig. „Es geht um mehr“, so Seiltz, „es geht auch um den Erhalt unserer Natur und unserer Arbeitsplätze.“ Bundesverbraucherministerin Aigner zeigte sich sehr beeindruckt von der Entwicklung, die das regionale Vermarktungsnetz seit der Entstehung im Jahre 1994 genommen hat. Insbesondere wie es geschafft wurde, die verschiedenen Partner aus Landwirtschaft, Handwerk, Handel und Naturschutz und anderen gesellschaftlichen Gruppierungen unter einer „Dachmarke“ in ein Boot zu bekommen. Die Auszeichnung „Best-practice-Beispiel“ vom Projekt „Regionale Allianzen“ durch das Landwirtschaftsministerium komme nicht von ungefähr, so Aigner. Die Organisationsform besitze Vorbildfunktion und könne zur Nachahmung empfohlen werden. Es bestehe nicht nur ein Preis-, sondern auch einen Qualitätswettbewerb. Es gebe zwar viele, die mit jedem Cent rechnen müssen, aber es gebe auch Menschen, die sehen, was dahinter stecke, nämlich die erfolgreiche Strategie, regionale Kreisläufe zu fördern.

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