Moorenweis: Beim Bau von Solaranlagen mischt die Politik mit ihren Vorgaben kräftig mit

Mit dem doch recht schwierig zu behandelnden Thema Freiflächen-Photovoltaikanlagen befasste sich der Moorenweiser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Auch für den zur Sitzung als Sachverständiger geladenen Landschaftsarchitekt Hans Brugger ist die Sachlage nicht einfach. Das liege nicht nur an den gesetzlichen Vorgaben an sich, sondern an den unterschiedlichen Meldungen aus der Bundespolitik bezüglich der Einspeisevergütung. Dies wird nach aktuellem Stand ab 1. Juli für Solaranlagen auf Ackerflächen komplett gestrichen. Michael Vogt (Bürgervereinigung) sprach sich dafür aus, mit der Entscheidung bis nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu warten.

Immerhin konnten die Moorenweiser Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung feststellen, dass Freiflächen-Photovoltaikanlagen an drei Standorten in Moorenweis errichtet werden könnten. Ob die Antragsteller dann tatsächlich auch bauen wollen, hängt von den Entscheidungen in Berlin zur Einspeisevergütung ab. Der Gemeinderat setzte in seiner jüngsten Sitzung jedenfalls ein Signal, wie es Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) ausdrückte. Sieben mögliche Standorte, für die bei der Verwaltung bereits Anträge vorliegen, waren Anfang April von der Gemeinde, der Regierung von Oberbayern sowie von Landschaftsarchitekt Hans Brugger beurteilt worden. Vier davon fielen im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie durch. Als Begründung dafür wurde jeweils die exponierte Lage in der Landschaft genannt. Den Vorgaben der Regierung von Oberbayern als oberste Baubehörde entsprachen dagegen drei Standorte bei den Ortsteilen Albertshofen, Dünzelbach und Hohenzell. Auf entsprechende Anmerkungen aus dem Gemeinderat hatte Landschaftsarchitekt Brugger noch erklärt, dass die Machbarkeitsstudie in jedem Fall im Sinne der Antragsteller angefertigt worden sei. Wo man das Umfeld als nicht geeignet für Anlagen angesehen habe, erspare man den Bauwerbern unnötige Kosten für Planung und Genehmigungsverfahren.

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