Die Moschee in der Brucker Zadarstraße lud zum Tag der offenen Tür – KERMES – Drei Begegnungstage im Deutsch-Türkischen Kulturzentrum

Der Moscheeführer Abdulkadir Sökülmez, 23, erklärte den beiden deutschen Damen geduldig Einzelheiten zur Brucker Moschee. Foto: Günter Schäftlein

Die Moschee in der Brucker Zadarstraße mit ihren zahlreichen Nebenräumen kann inzwischen ein lebhaftes religiöses und allgemein gesellschaftliches Leben von exakt 4 Jahren vorweisen. Der offiziellen Eröffnung 2007 gedachte man am 24. bis 26. Juni 2011 mit ‚Tagen der offenen Moschee’.

2005 waren die vorbereitenden Arbeiten am erworbenen Grundstück Ecke Landsberger Straße/Zadarstraße im Brucker Westen abgeschlossenen worden. Die notwendige Unterkellerung besorgte ein Bauunternehmen, alle sonstigen baulichen Maßnahmen bewerkstelligte in Eigenleistung die Gemeinschaft der türkischen Gemeindemitglieder. Beispielhaft und auch bewundernswert die Ausschmückung (Wandkacheln!) und Lichtgestaltung in den beiden Gebetsräumen, beim Versammlungsraum der Männer etwas üppiger als bei dem der Frauen. Im Kellergeschoß entstanden Jugend- und Seminarräume mit eigenständiger Küche, im Erdgeschoß neben Küche und Sanitäreinrichtungen übrige Aufenthaltsräume sowie die gebetsabhängigen Reinigungsstationen. Das Schuhwerk ausziehen ist Pflicht vor dem Aufgang zu den Gebetsräumen. Es entstand eine Moschee und ein Kulturzentrum, dass der türkisch-deutschen Freundschaft ebenso dient wie umgekehrt. Die drei Begegnungstage zum 4Jährigen der offenen Moschee bewies erneut die Gastfreundschaft, Kinderfreundlichkeit und religiöse Offenheit unserer türkischen Mitbürger. In bester Erinnerung an die Eröffnung des Kulturzentrums blieb damals die Aussage beider christlicher Kirchen zu den erhofften/gewünschten Gemeinsamkeiten: „Wir glauben an etwas Höheres. Und das verbindet uns: Miteinander reden, Zeichen setzen.“

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