"Mut für die Zukunft"

Die neu hinzugewählten Vorstandsmitglieder: Alexander Gruschka (Zeugwart), Christian Cmarits (Beisitzer), Romana Möller (Schatzmeisterin), Stefan Melcher (Schriftführer), Gabi Pannek (Präsidentin), Claus Heigl (Beisitzer), Werner Kaltenegger (2. Vorsitzender). Foto: Dieter Metzler

Erstmals in der Geschichte des EV Fürstenfeldbruck steht eine Frau an der Spitze des Brucker Eishockeyvereins. Bei der Jahreshauptversammlung im Wirtshaus Auf der Lände schenkten kürzlich die 42 stimmberechtigen Mitglieder Gabriele Pannek einstimmig das Vertrauen. Die zweite Vorsitzende löst den nach drei Jahren aus beruflichen Gründen vorzeitig abdankenden Claus Heigl ab.

Zum zweiten Vorsitzenden kürten die Mitglieder Werner Kaltenegger, den bisherigen Schriftführer. Zu seinem Nachfolger wurde der Erfolgstrainer der Juniorenmannschaft, Stefan Melcher, gewählt. Beisitzerin Romana Möller übernahm wieder das Schatzmeisteramt von Anja Knoll, die ebenfalls aus beruflichen Gründen zurücktrat. Möller hatte bereits vor Knoll die Kassengeschäfte des Vereins geführt. Zum Zeugwart stieg Alexander Gruschka auf. Komplettiert wurde die Vorstandsriege mit der Wahl von drei Beisitzern: Claus Heigl, Christian Cmarits und Markus Pasterny. Alle weiteren Posten standen heuer nicht zur Disposition. So lange der Verein ein Eisstadion ohne Dach habe, könne er nur auf Breitensport ausgerichtet sein, gab Heigl in seinem Rechenschaftsbericht die Marschroute vor. Auch in Zukunft werde man auf die Brucker Eigengewächse bauen, schon allein auch aus finanziellen Gründen. Brucks zweiter Bürgermeister Johann Schilling lobte die Jugendarbeit des Vereins. 17 Trainer arbeiten im Nachwuchsbereich für den EVF. Als eine wichtige Schnittstelle bezeichnete Schilling die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und stellte das gute Miteinander heraus. Als Vertreter der Stadtwerke nahm Betriebsleiter Wolfgang Wisura an der Versammlung teil. Ein letztes Mal besuchte auch der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Eckhard Schafferus, die Jahreshauptversammlung des EVF. Bekanntlich stellt sich der Puchheimer am kommenden Freitag in Mammendorf nicht mehr zur Wiederwahl. Hatte der scheidende Präsident zu seinem Antritt vor drei Jahren eine Beitragserhöhung durchgesetzt, so konnte er auch bei seinem Abschied die Mitglieder trotz eines Kassenüberschusses von 4.684,37 Euro nochmals von einer weiteren Beitragsanpassung überzeugen. In verschiedenen Bereichen zwickt`s immer noch, so Heigl. Neue Sponsoren zu rekrutieren werde immer schwieriger, argumentierte Heigl. Im vergangenen Jahr stiegen die Bus- und Schiedsrichterkosten gewaltig an, so dass der Verein gezwungen war, eine Spielbetriebsumlage zu erheben. Ohne die werde es auch heuer nicht gehen, aber die werde dafür nicht angehoben, versicherte Heigl. Ein glückliches Händchen habe man immer gehabt, nur kein „Langzeit-Händchen“, meinte Manager Josef Fuchs, als er bei seinem Bericht auf die Trainerflut der ersten Mannschaft zu sprechen kam. Gleich vier Trainer habe man in der zurückliegenden Landesliga-Saison „verbraucht“. Norbert Strobl musste nach einem Schicksalsschlag in der Familie das Handtuch werfen, Spieler Markus Pasterny fungierte als Interimslösung, dann sprangen Jimmy Guttenthaler mit Alexander Gruschka ein, und schließlich verpflichtete der Verein Heinz Feilmeier. Fuchs lobte die vorbildliche Einstellung der Mannschaft, die sich selbst ein Trainingslager organisierte und bezahlte. Als leuchtendes Beispiel des Zusammenhalts im Verein, stellte Fuchs die Verpflichtung von Matt Morang heraus. Die Ib-Mannschaft habe den US-Boy finanziert, und Olaf Ackermann gewährte ihm für die Dauer des Aufenthalts Unterkunft. Von einem „Wir-Gefühl“ sprach die neue Präsidentin Gabi Pannek bei ihrer Antrittsrede. „Wir waren in den vergangenen drei Jahren ein super Team. Das gibt mir den Mut für die Zukunft“. Geehrt wurden: Melanie Bunge, Alexander Brunner, Reiner Tullius, Georg Wölfl und Wolfgang Wickenrieder für 25-jährige Mitgliedschaft; Olaf Ackermann, Ralf Dotterweich, Georg Schedlbauer, Max Traut, Manfred Stadler, Herbert Staffler und Gerhard Weishaupt für 40-jährige Mitgliedschaft. Walter Schreiber wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

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