Mehrere Monate lang setzten sich 13 Schülerinnen und 1 Schüler in FFB mit der Nachkriegsgeschichte von FFB auseinander 

 Schüler/innen präsentierten ihre Geschichtsforschung 

Die Schülerinnen, die sich mit der Geschichte FFb in den ersten 15 Jahren nach dem Krieg beschäftigtenDieter Metzler 

Fürstenfeldbruck – Die Geschichte Fürstenfeldbrucks in den ersten 15 Jahren der Nachkriegszeit erforschten 13 Schülerinnen und ein Schüler der zwölften Klassen des Viscardi-Gymnasiums im Rahmen ihrer Facharbeit. Die Ergebnisse ihrer Recherche machten sie nun mit einer Ausstellung in der Aula des Gymnasiums öffentlich publik.

Die Schülerinnen Laura Heidland, Laura Grünaug, Melis Yalincakli, Alina Müller, Alina Sturm, Elena Reuter, Paula Throm, Natascha Wilberger, Anna-Lena Baumeister, Jennifer Schöpf, Shirin Massumi, Stefanie Hasch und Lena Glaser sowie Jason Carter haben sich unter der Projektleitung von Lehrerin Sibylle Hausdorf dabei intensiv mehrere Monate lang mit der Thematik „Fürstenfeldbruck von 1945 bis 1960“ auseinandergesetzt.

 Nachforschungen im Brucker Stadtarchiv zählten ebenso zu ihrer Recherche-Arbeit wie zahlreiche Interviews mit vielen Zeitzeugen. In Anwesenheit einiger Zeitzeugen, darunter auch der erste Vorsitzende des Historischen Vereins, Otto Meißner, sowie Ehrenvorstand, Robert Weinzierl, eröffnete der Schulleiter, Direktor Walter Zellmeier, am 21. November die Ausstellung. Er freue sich, dass sich die Schülerinnen und der Schüler mit der Geschichte der Heimat beschäftigten. Das zeuge zum einen von der persönlichen Verbundenheit und zum anderen von der Verbundenheit der Schule mit der Heimat, so Zellmeier. Neben den beiden Vertretern des Historischen Vereins dankte Zellmeier auch dem Brucker Stadtarchivar, Dr. Gerhard Neumeier, der an der Eröffnungsfeier nicht teilnehmen konnte. Als Vertreterin der Schülerinnen und des Schülers dankte Shirin Massumi diesen  für die Unterstützung während ihrer Recherchen. 

 Aufgrund fehlender Nachweise habe man viele Befragungen durchführen müssen, berichtete Massumi. Dennoch habe man viele Bereiche wie die Kapitulation und den Neuanfang, die Problematik der sogenannten „Displaced Persons“, die Situation der Kinder und Jugendlichen, die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung, die Ansiedlung der ersten Industriebetriebe, die Entwicklung des sportlichen und kulturellen Lebens in Fürstenfeldbruck, die Entstehung einer neuen Infrastruktur, der Fliegerhorst und seine Bedeutung für Fürstenfeldbruck, die Flüchtlingsproblematik, die Entwicklung des Schulwesens oder die Wohnungssituation erforscht.

 Zu all diesen Themen stellten die Schülerinnen und der Schüler Nachforschungen an und griffen bei fehlender Literatur auf die Berichte von zahlreichen Brucker Zeitzeugen zurück. Auch wenn die Bereiche Entnazifizierung und der politische Neubeginn in Fürstenfeldbruck nicht untersucht wurden, so können die Gymnasiasten stolz auf das Ergebnis ihrer Nachforschungen sein. Nach der offiziellen Eröffnung berichteten die Schülerinnen an den aufgestellten Übersichts- und Schautafeln noch eingehender von ihren Recherchen und der Geschichte Fürstenfeldbrucks in der Nachkriegszeit. Von den anwesenden Zeitzeugen und Gästen erhielten sie für ihre interessanten Ausführungen viel Beifall.

Dieter Metzler 

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