Feierliche Inbetriebnahme der neuen Abfüllanlage der König Ludwig Schloßbrauerei am 28. April

König Ludwig Schloßbrauerei rüstet auf

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Bei der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Abfüllanlage: v.l. Zweiter Bürgermeister Erich Raff, Peter Himmelsbach (Geschäftsführer Technik bei Warsteiner), Landrat Thomas Karmasin, Volker Kronseder, (Vorstand Krones), Luitpold Prinz von Bayern, Helmut Guggeis (Technischer Direktor König Ludwig Schloßbrauerei) und Oliver Lentz (Geschäftsführer König Ludwig Schloßbrauerei).

Fürstenfeldbruck – Es waren die Vorfahren von Seiner Königlichen Hoheit Luitpold Prinz von Bayern, denen die Welt das Reinheitsgebot verdankt, eines der ältesten und immer noch gültigen Lebensmittelgesetze der Welt. Nur wenige Tage ist es her, da wurde weltweit noch das „Highlight“ „500 Jahre Reinheitsgebot“ gefeiert und schon bietet die König Ludwig Schloßbrauerei Kaltenberg einen wiederholten Anlass die Krüge zu erheben. Die Brauerei lud am 28. April zur offiziellen Inbetriebnahme der neuen Abfüllanlage ein.

Geschäftsführer der König Ludwig Schloßbrauerei Oliver Lentz: „Bier ist ein besonderes und hochwertiges Produkt“. Damit das auch zukünftig so bleibt, entschied sich die König Ludwig Schloßbrauerei mit der Firma „Krones“, dem Hersteller der Maschine sowie dem Projektleiter „Warsteiner“ für eine neue Abfüllanlage, die rund 12 Millionen Euro kostete.

Landrat Thomas Karmasin begrüßte die Entscheidung der neuen Abfüllanlage. Er nannte die Brauerei ein „Flaggschiff“ im Landkreis und sei stolz, dass ein solches Unternehmen in Fürstenfeldbruck beheimatet ist. 2. Bürgermeister Erich Raff, der den erkrankten OB Klaus Pleil, der sich noch im Krankenstand befindet, vertritt, konnte sich den Äußerungen des Landrates nur anschließen: „Für die Stadt Fürstenfeldbruck ist die Brauerei ein wichtiges Unternehmen“, sagte er. Seit 1980 ist die Schloßbrauerei in Fürstenfeldbruck ansässig. Dies zeige die Verbundenheit gegenüber der Stadt Fürstenfeldbruck, so Raff.

Damals suchte die König Ludwig Schloßbrauerei wegen Kapazitätsengpässen in Kaltenberg einen neuen Standort für eine Abfüllanlage und entschied sich für Fürstenfeldbruck. „Wir haben den optimalen Abfüllplatz zwischen München und Lindau“, sagte SKH Luitpold Prinz von Bayern kurz vor der Inbetriebnahme und dankte seinerseits dem Landkreis für die langjährige Mitarbeit.

Vor allem für die Bediener der Anlage soll die neue Maschine große Vorteile bringen. „Wir haben in der Maschine Leichtbauteile verbaut, die durch die offene Bauweise gut zu reinigen sind“, meinte der Vorstand von Krones, Volker Kronseder. „Durch den Leichtbau ist die Maschine benutzerfreundlicher, da solche Komponenten normalerweise sehr schwer sind und der Wechsel und Austausch sich anstrengend gestalte“, ergänzte der technische Direktor Helmut Guggeis der König Ludwig Schloßbrauerei.

„Wir haben uns bewusst für eine Anlage mit 45.000 Flaschen pro Stunde entschieden, auch wenn das in der Branche eher ungewöhnlich ist“, erklärte Guggeis. Üblich seien 55.000 Flaschen, wobei die höhere Leistung auch zu häufigeren Stillständen und Störungen führe. Durch die nun genutzten 45.000 würden Maschine und Aggregat nicht überlastet werden, wodurch ein reibungsloser Abfüllvorgang garantiert werden soll. Ebenfalls biete die Abfüllanlage großes Einsparpotenzial. So sei es möglich, 30 Prozent weniger Wischwasser zu verbrauchen, 20 Prozent weniger Wärme zu produzieren und den Strombedarf um 10 Prozent bei einer Produktivität von 50.000 Hektoliter pro Mitarbeiter zu senken.

Die neue Abfüllanlage

Der Ingenieur und Geschäftsführer der Technik bei Warsteiner, Peter Himmelsbach, war extra aus dem Sauerland angereist, um eine der effizientesten Maschinen in Europa in Betrieb zu sehen. „Der Bau der Abfüllanlage ist ein klares Bekenntnis zur Marke König Ludwig“, sagte er. In einer Branche mit über 3.000 Herstellern und rund 5.500 Marken komme man an „Effizienz und Wirtschaftlichkeit“ einfach nicht vorbei, meinte er abschließend. Nach einem symbolischen Druck auf den Startknopf lief die Maschine an und wird von nun an rund 45.000 Flaschen in einer Stunde abfüllen, da „nichts schlimmer für einen Bayern sei, als wenn das Bier ausgehe“, scherzte Kronseder.

Felix Hamann

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