Neue AzubiAkademie im Landkreis Fürstenfeldbruck – Initiative für Klein- und mittelständische Betriebe

Teilnehmende Firmenvertreter sowie die Initiatoren der BDS-Azubi-Akademie im Landkreis Fürstenfeldbruck (vorne v. li.): BDS-Hauptgeschäftsführer Markus Droth, Landrat Thomas Karmasin, BDS- Präsident Ingolf F. Brauner und Koordinatorin BDS-Azubi Akademie Ingrid Rothfuß. Foto: Dieter Metzler

Am 20.September fiel im Landratsamt der Startschuss für die Einrichtung einer so genannten AzubiAkademie im Landkreis Fürstenfeldbruck. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche Initiative für Klein- und mittelständische Betriebe, die ihren Auszubildenden mit einem gemeinsamen Unterricht an zwei Tagen im Monat eine bessere Qualifizierung und damit mehr Chancen am Arbeitsmarkt verschaffen wollen. Das neue Projekt, das bereits in einigen Landkreisen in Bayern erfolgreich umgesetzt wurde, wird getragen vom Bund der Selbständigen (BDS), dem Gewerbeverband und der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Landrat Thomas Karmasin übernommen.

An der Auftaktveranstaltung nahmen 14 Unternehmen aus dem Landkreis teil. Der erste Unterricht für die in zwei Klassen aufgeteilten 42 Auszubildenden findet bereits am 4. und 5. Oktober erstmals statt. Die Idee der AzubiAkademie ist nicht neu, berichtete der Präsident des BDS, Ingolf F. Brauner bei der Auftaktveranstaltung. Er gründete im Jahre 2006 die erste BDS-AzubiAkademie im Landkreis Landsberg. Damals habe er zusammen mit seinem Unternehmerkollegen Niklas Weyer die Idee geboren. Inzwischen haben sich in Bayern zwölf Akademien etabliert, die von rund 400 Lehrlingen in allen drei Ausbildungsjahren besucht werden. In Anlehnung an die Betriebsunterrichte in Großbetrieben sollen auch die Auszubildenden in den Klein- und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich auf diesem Wege nicht nur mehr Wissen anzueignen, sondern auch Dinge zu lernen, die wichtig sind für ein späteres erfolgreiches Berufsleben. Man sei keine Konkurrenz zur Berufsschule so der BDS-Präsident, denn man verstehe sich nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum Unterricht in der Berufsschule. Landrat Thomas Karmasin erklärte sich gern bereit, die Schirmherrschaft für das Projekt zu übernehmen. Für ihn stelle die Einrichtung eine große Bereicherung für den Wirtschaftsstandort dar. Um die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu verbessern, müsse man alles kreative Potenzial nutzen, das sich bietet. „Ich sehe für alle Beteiligten nur Vorteile: Die Azubis bekommen durch die unterschiedlichen Inhalte einen Blick „über den Tellerrand“ des eigenen Unternehmens hinaus, außerdem wird ihre soziale Kompetenz erweitert und damit ihre Teamfähigkeit gestärkt. Als Ausbilder sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch ihr Betrieb gewinnt zusätzlich an Attraktivität bei zukünftigen Azubis“, sagte Karmasin bei seinem Grußwort. „Das Modell einer AzubiAkademie ist verblüffend einfach. Es beruht auf dem Prinzip des Gebens und des Nehmens, kostet nichts und bringt Nutzen, sowohl für den Auszubildenden als auch für die Unternehmen“, erklärte BDS-Hauptgeschäftsführer Markus Droth. Betriebe, die an der Initiative teilnehmen, also ihre Auszubildenden zur Akademie anmelden, müssen zugleich bereit sein, selbst einen Dozenten zu stellen, der zu einem Thema seiner Wahl referiert. In der Praxis funktioniert das dann so: Die teilnehmenden Unternehmen übernehmen abwechselnd in ihren Räumen den Zusatzunterricht, der während der Schulzeit einmal im Monat stattfindet und jeweils vier Stunden dauert. Am Ende des Schuljahres erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Gemeinsam mit der BDS-Koordinatorin Ingrid Rothfuß legten die anwesenden Unternehmer-Vertreter bei der Auftaktveranstaltung die Unterrichtsinhalte für das erste Schuljahr fest. Nachfolgende Ausbildungsbetriebe haben sich für 2012/13 angemeldet: Ski- und Surfschule Müller (FFB), IBQ Ingenieursgesellschaft für Baustoffprüfung und Qualitätssicherung mbH (Gröbenzell), Bavaria Direktmarketing & Full Service GmbH (Olching), Multi Control GmbH (Germering), Vermessungsbüro Rexhep (Emmering), Kanzlei Fratton & Rainer (Olching), Komm Energie (Eichenau), Becker Diamatwerkzeuge GmbH (Puchheim), Stadt FFB, CEWE Color (Germering), Internisten Eichenau, CIM GmbH Logistik Systeme (FFB), DocuWare GmbH (Germering) und T.R.A.U.T Bürokommunikation (Puchheim). Ansprechpartner vor Ort sind: Renate Appel vom Gewerbeverband FFB (08141 -935999, renate.appel@bds-azubiakademie.de); Barbara Magg, LRA-Wirtschaftsförderung (08141-519248, barbara.magg@lra-ffb.de), Renate Wolfenstetter LRA-Ausbildungsplatzakquisiteurin (08141-519-723, Renate.Wolfenstetter@lra-ffb.de).

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