Neue Funde - Historischer Verein FFB stellte Ausgrabungen vor

Kreisheimatpfleger Toni Drexler vor der Vitrine zur ‚Villa rustica’ und Funden in der Brucker Hasenheide. Das Hintergrundbild gestaltete Hans Stölzl. Foto: Günter Schäftlein

Gürtelschmuck, Kamm, Schere und Keramik aus der Bajuwarenzeit des 7.Jh. n. Chr. kam im Maisacher Ausgrabungsgebiet zutage. An der ausstellerischen Heimstätte unter dem Dach des Brucker Stadtmuseums präsentierte der Historische Verein Fürstenfeldbruck Grabungsergebnisse aus jüngerer Zeit.

HVF-Vorstand Otto Meißner unterstrich in seiner Begrüßung in Anwesenheit der fördernden Institutionen wie der Stadtstiftung FFB mit Klaus-Peter Ernst und Sparkassenstiftung mit Wolfgang Schachtner einmal mehr die hervorragende Zusammenarbeit mit den Museumsleiterinnen Angelika Mundorff und Dr. Eva von Seckendorff. Das Gleiche gilt auch für den angeschlossenen Mammendorfer Arbeitskreis, wofür der Dank an Bgm. Johann Thurner ging. Und schließlich die engere Forschungs- und Ausgrabungsmannschaft um Fritz Aneder, Toni Drexler und Rolf Marquardt. Letzterer übernahm die kurze Führung und Erläuterungen zu den Vitrinen mit den jüngsten Errungenschaften im Vor- und Frühgeschichtlichen. Im Maisacher Ausgrabungsgebiet mit Funden zur Bajuwarenzeit des 7. Jh. n.Chr. kamen Gürtelschmuck, Kamm, Schere und Keramik zutage. Über das gelungene Modell einer römischen ‚Villa rustica’ von Hans-Peter Volpert - rekonstruiert nach Pfostenfunden im Brucker Gewerbegebiet Hasenheide - zeigt die Vitrine neben der Kopie einer Minerva-Göttin (das Original befindet sich im archäologischen Staatsarchiv) römische Sicherheitsnadeln (sogenannte Fibeln) und eine Scherbe mit einer Hasenabbildung. Rein spekulativ - so Rolf Marquardt - könnte man den Begriff ‚Hasenheide’ heute darauf zurückführen. Die Mammendorfer Funde im Zusammenhang mit dem Neubau des Bürgerhauses umfassen in einer Abteilung römische Münzen aus dem 1. bis 2. Jh. n.Chr., in einer zweiten Präsentation 12 sogenannte Ringbarren aus der frühen bis mittleren Bronzezeit, also weitest zurückreichend bis 2000 v.Chr. - Demnach ein Fund aus den Anfängen der Metallzeit. Genauere Beschreibungen zu diesem ungewöhnlichen Fund können den ‚Brucker Blättern 2009’ entnommen werden. Dem großen Interesse von Presse und sonstigen Besuchern kamen Rolf Marquardt und Kreisheimatpfleger Toni Drexler ausführlich entgegen.

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